Bekanntmachung von Maßnahmen im Internet (§ 69 WPO)

Die Wirtschaftsprüferkammer veröffentlicht an dieser Stelle gemäß § 69 Abs. 1 WPO die berufsaufsichtlichen Maßnahmen, die sie aufgrund von Berufspflichtverletzungen ihrer Mitglieder ausgesprochen hat (§ 68 Abs. 1 WPO). Da es sich um eine neue Regelung handelt, betrifft dies nur Maßnahmen, die nach Inkrafttreten des Abschlussprüferaufsichtsreformgesetzes am 17. Juni 2016 unanfechtbar oder rechtskräftig geworden sind.

Die Bekanntmachung hat auch Informationen zu Art und Charakter des Verstoßes mitzuteilen, darf aber keine personenbezogenen Daten enthalten, also keine Informationen über bestimmte oder bestimmbare (das heißt direkt oder indirekt identifizierbare) natürliche Personen. Werden solche Maßnahmen allerdings gegen Berufsgesellschaften ausgesprochen (§ 71 Abs. 2 WPO), sind die betroffenen Gesellschaften grundsätzlich zu nennen. Auch in diesen Fällen ist eine Anonymisierung vorzunehmen, wenn anderenfalls die Stabilität der Finanzmärkte oder laufende strafrechtliche Ermittlungen gefährdet oder den Beteiligten ein unverhältnismäßig großer Schaden zugefügt würde (§ 69 Abs. 2 WPO).

Die Veröffentlichung ist für fünf Jahre ab Unanfechtbarkeit oder Rechtskraft vorgesehen (§ 69 Abs. 3 WPO).

Informationen zu berufsaufsichtlichen Maßnahmen, die Berufspflichtverletzungen bei der Abschlussprüfung von Unternehmen von öffentlichem Interesse nach § 319a Abs. 1 Satz 1 HGB betreffen, werden von der Abschlussprüferaufsichtsstelle (APAS) zusammen mit weiteren abschlussprüfungsbezogenen Maßnahmen auf ihrer Internetseite bekannt gemacht (§ 66a Abs. 6, 69 Abs. 1 und Abs. 1a WPO).

Maßnahmen im Jahr 2022

10

  • Maßnahme: Rüge mit Geldbuße (5.000 EUR)
  • Adressat der Maßnahme: natürliche Person
  • Art der Tätigkeit / Auftragsgegenstand: Gesetzliche Prüfungen von Jahresabschlüssen und Lageberichten
  • Vorwurf / von der Pflichtverletzung betroffene Bereiche: Mangelnde Gewissenhaftigkeit, unzureichende Prüfungshandlungen
  • Einzelheiten: Erhebliche Prüfungsmängel bei der Prüfung des Vorhandenseins und der Bewertung des Vorratsvermögens
  • Datum der Veröffentlichung: 27. April 2022

9

  • Maßnahme: Rüge mit Geldbuße (5.000 EUR)
  • Adressat der Maßnahme: natürliche Person
  • Art der Tätigkeit / Auftragsgegenstand: Gesetzliche Prüfungen von Jahresabschlüssen und Lageberichten
  • Vorwurf / von der Pflichtverletzung betroffene Bereiche: Mangelnde Gewissenhaftigkeit, unzureichende Prüfungshandlungen und Besorgnis der Befangenheit
  • Einzelheiten: Erhebliche Prüfungsmängel bei der Prüfung des Vorhandenseins und der Bewertung des Vorratsvermögens, Besorgnis der Befangenheit aufgrund enger persönlicher Beziehungen zum Ersteller des Jahresabschlusses
  • Datum der Veröffentlichung: 27. April 2022

8

  • Maßnahme: Rüge mit Geldbuße (5.000 EUR)
  • Adressat der Maßnahme: natürliche Person
  • Art der Tätigkeit / Auftragsgegenstand: Gesetzliche Prüfungen von Jahresabschlüssen und Lageberichten
  • Vorwurf / von der Pflichtverletzung betroffene Bereiche: Mangelnde Gewissenhaftigkeit, unzureichende Prüfungshandlungen und Besorgnis der Befangenheit
  • Einzelheiten: Erhebliche Prüfungsmängel bei der Prüfung des Vorhandenseins und der Bewertung des Vorratsvermögens, Besorgnis der Befangenheit aufgrund enger persönlicher Beziehungen zum Ersteller des Jahresabschlusses
  • Datum der Veröffentlichung: 27. April 2022

7

  • Maßnahme: Rüge mit Geldbuße (2.000 EUR)
  • Adressat der Maßnahme: natürliche Person
  • Art der Tätigkeit / Auftragsgegenstand: Erteilung von Bescheinigungen
  • Vorwurf / von der Pflichtverletzung betroffene Bereiche: Unzureichende Prüfung eines Edelmetallbestandes
  • Einzelheiten: keine Berücksichtigung wesentlicher Risikofaktoren in der Prüfungsstrategie, unzureichende Prüfung des Vorhandenseins und Gewichts eines Edelmetallbestandes durch ungeeignete Prüfungshandlungen
  • Datum der Veröffentlichung: 26. April 2022

6

  • Maßnahme: Rüge mit Geldbuße (5.000 EUR)
  • Adressat der Maßnahme: natürliche Person
  • Art der Tätigkeit / Auftragsgegenstand: Sorgfalt in eigenen steuerlichen Angelegenheiten
  • Vorwurf / von der Pflichtverletzung betroffene Bereiche: Verletzung der Pflicht zu berufswürdigem Verhalten, § 43 Abs. 2 Satz 3 WPO
  • Einzelheiten: Unzureichende Überprüfung der Vollständigkeit der Angaben in der Steuererklärung
  • Datum der Veröffentlichung: 14. April 2022

5

  • Maßnahme: Rüge und Feststellung, dass der Bestätigungsvermerk nicht die Anforderungen des § 322 HGB erfüllt
  • Adressat der Maßnahme: natürliche Person
  • Art der Tätigkeit / Auftragsgegenstand: Gesetzliche Prüfungen von Konzernabschlüssen und Lageberichten
  • Vorwurf / von der Pflichtverletzung betroffene Bereiche: Mangelnde Gewissenhaftigkeit, Nichtbeanstandung von Rechnungslegungsfehlern und unzureichende Prüfungshandlungen, fehlerhafte Formulierung der Bestätigungsmerke
  • Einzelheiten: Nichtbeanstandung fehlender Angaben in Anhang, Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalspiegel sowie der unzureichenden Prognoseberichterstattung im Konzernlagebericht; unzureichende Beschreibung des Prüfungsgegenstandes im Bestätigungsvermerk
  • Datum der Veröffentlichung: 23. März 2022

4

  • Maßnahme: Rüge mit Geldbuße (6.000 EUR)
  • Adressat der Maßnahme: natürliche Person
  • Art der Tätigkeit / Auftragsgegenstand: Durchführung gesetzlicher Abschlussprüfungen nach §§ 316 ff. HGB
  • Vorwurf / von der Pflichtverletzung betroffene Bereiche: fehlende Prüfungsberechtigung nach § 319 Abs. 1 Satz 3 HGB
  • Einzelheiten: Durchführung gesetzlicher Abschlussprüfungen ohne den erforderlichen Auszug aus dem Berufsregister über die Eintragung der Anzeige der Tätigkeit als gesetzlicher Abschlussprüfer gemäß §§ 38 Nr. 1 h) i. V. m. 57a Abs. 1 Satz 2 WPO in drei Fällen)
  • Datum der Veröffentlichung: 23. März 2022

3

  • Maßnahme: Rüge
  • Adressat der Maßnahme: natürliche Person
  • Art der Tätigkeit / Auftragsgegenstand: Durchführung gesetzlicher Abschlussprüfungen nach §§ 316 ff. HGB
  • Vorwurf / von der Pflichtverletzung betroffene Bereiche: fehlende Prüfungsberechtigung nach § 319 Abs. 1 Satz 3 HGB
  • Einzelheiten: Durchführung gesetzlicher Abschlussprüfungen ohne den erforderlichen Auszug aus dem Berufsregister über die Eintragung der Anzeige der Tätigkeit als gesetzlicher Abschlussprüfer gemäß §§ 38 Nr. 2 f) i. V. m. 57a Abs. 1 Satz 2 WPO in mehreren Fällen; es waren wesentliche mildernde Umstände zu berücksichtigen
  • Datum der Veröffentlichung: 23. März 2022

2

  • Maßnahme: Rüge mit Geldbuße (2.000 EUR)
  • Adressat der Maßnahme: natürliche Person
  • Art der Tätigkeit / Auftragsgegenstand: Durchführung gesetzlicher Abschlussprüfungen nach §§ 316 ff. HGB
  • Vorwurf / von der Pflichtverletzung betroffene Bereiche: fehlende Prüfungsberechtigung nach § 319 Abs. 1 Satz 3 HGB
  • Einzelheiten: Durchführung einer gesetzlichen Abschlussprüfung ohne den erforderlichen Auszug aus dem Berufsregister über die Eintragung der Anzeige der Tätigkeit als gesetzlicher Abschlussprüfer gemäß §§ 38 Nr. 1 h) i. V. m. 57a Abs. 1 Satz 2 WPO
  • Datum der Veröffentlichung: 14. März 2022

1

  • Maßnahme: Rüge mit Geldbuße (1.000 EUR)
  • Adressat der Maßnahme: natürliche Person
  • Art der Tätigkeit / Auftragsgegenstand: Pflichten im Zusammenhang mit der Berufszugehörigkeit und im Rahmen der berufsständischen Selbstverwaltung
  • Vorwurf / von der Pflichtverletzung betroffene Bereiche: Verletzung der Pflicht, für einen lückenlosen Haftpflicht-Versicherungsschutz zu sorgen, § 54 Abs. 1 Satz 1 WPO und Verletzung der Beitragspflicht, § 61 Abs. 1 WPO
  • Einzelheiten: wiederholtes schuldhaftes Zulassen einer Lücke in der Berufshaftpflichtversicherung und wiederholte schuldhafte Nichtzahlung des Beitrags zur Wirtschaftsprüferkammer und Zulassen der Zwangsvollstreckung trotz vorheriger Sanktionierung gleichartiger Verstöße
  • Datum der Veröffentlichung: 14. März 2022