Fortentwicklung des Rückmeldekonzepts der FIU bei Verdachtsmeldungen
Die FIU entwickelt ihr Rückmeldekonzept bei Verdachtsmeldungen fort. Seit dem 8. April 2026 wird die bisherige Filterung schrittweise durch ein „Scoring-Modell“ ersetzt. Jede Verdachtsmeldung wird nun einer Risikokategorie (hoch, mittel, niedrig) zugeordnet und eine nach der Risikokategorie differenzierte Rückmeldung erfolgen.
Wird die Verdachtsmeldung der Risikokategorie „hoch“ zugeordnet lautet die Rückmeldung:
„Ihre Verdachtsmeldung wurde im Zeitpunkt ihres Eingangs von den hiesigen Risikobewertungssystemen in der Risikokategorie „hoch“ erfasst und für eine weitere operative Analyse vorgesehen.“
Wird die Verdachtsmeldung der Risikokategorie „mittel“ zugeordnet lautet die Rückmeldung:
„Ihre Verdachtsmeldung wurde im Zeitpunkt ihres Eingangs von den hiesigen Risikobewertungssystemen in der Risikokategorie „mittel“ erfasst. Die FIU prüft eine weitere operative Analyse.“
Bei den Verdachtsmeldungen, die der Risikokategorie „gering“ zugeordnet werden, wird keine ausdrückliche Rückmeldung erfolgen. Sofern der Meldende nach 21 Werktagen ab Übermittlung der Verdachtsmeldung keine Rückmeldung erhält, kann er davon ausgehen, dass die Verdachtsmeldung keine weitere operative Analyse der FIU erforderlich gemacht hat.
Um die Qualität der Verdachtsmeldungen zu steigern, führt die FIU spezifische Workshops durch. Die FIU bittet um Überlegungen zur weiteren Ausgestaltung dieser Workshops und damit um konkrete Hinweise, die Verpflichtete im Rahmen der Rückmeldung der FIU für sachgerecht ansehen würden. Diese Hinweise können der WPK bis zum 26. Juni 2026 mitgeteilt werden. Die WPK leitet die entsprechenden Hinweise an die FIU gebündelt und anonymisiert weiter. Hierbei soll bitte berücksichtigt werden, dass zum automatisierten Rückmeldetext selbst aufgrund technischer Limitierungen gegenwärtig keine Anpassungen möglich sind, weshalb Eingaben ausschließlich auf die Ausgestaltung der spezifischen Workshops beschränkt werden sollen.