Exklusive Untersuchung der Wirtschaftsprüferkammer
Die Ergebnisse der Marktstrukturanalyse der Wirtschaftsprüferkammer (WPK) für das Jahr 2024 (www.wpk.de/marktstrukturanalyse/) zeigen eine zunehmend…
Der im Juli 2026 von den Mitgliedern der Wirtschaftsprüferkammer (WPK) für die Amtszeit 2026 bis 2030 gewählte Beirat hat in seiner konstituierenden Sitzung am 28. August 2026 erneut Andreas Dörschell zum Präsidenten der WPK gewählt.
Andreas Dörschell ist Wirtschaftsprüfer und Steuerberater sowie Geschäftsführer der FALK GmbH & Co KG, einer überregional tätigen mittelständischen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und Steuerberatungsgesellschaft. Neben der Prüfungstätigkeit ist er ausgewiesener Experte in Fragen der Unternehmensbewertung.
Seit rund 25 Jahren engagiert sich Dörschell ehrenamtlich für den Berufsstand und in der Berufspolitik. Er ist seit dem Jahr 2014 Mitglied des Vorstandes der WPK und war bereits in den Jahren 2022 bis 2026 Präsident. Zudem ist er Landespräsident der WPK in Nordrhein-Westfalen und Vizepräsident des Bundesverbandes der Freien Berufe e. V.
Nach seiner Wahl zum Präsidenten der WPK betonte Dörschell, dass er sich weiterhin für eine starke berufliche Selbstverwaltung einsetzen werde. „Unabhängiges, kritisches und integres Handeln nach beruflichen und ethischen Grundsätzen schafft das Vertrauen, das die Öffentlichkeit in den Wirtschaftsprüferberuf setzt. Die WPK repräsentiert den gesamten Berufsstand und steht für die Transparenz und Durchsetzung dieser Werte. Mir ist wichtig, dass die Kammer den Beruf mit einer Stimme in der Öffentlichkeit und der Politik vertritt“, so Dörschell.
Ein bedeutendes Thema der kommenden Jahre werden die großen Fortschritte der Künstlichen Intelligenz sein. Dazu sagte Dörschell: „KI-Sprachmodelle erleichtern unsere Arbeit mit großen Datenmengen. Doch KI wird auch unser Berufsbild stark verändern, wenn KI-Agenten komplexere Prüfungsaufgaben übernehmen und Teil der Abschlussprüfung werden. Die menschliche Urteilsfähigkeit und Letztverantwortung wird jedoch – auch berufsrechtlich – unerlässlich bleiben.
Dabei bleibt es eine wichtige Aufgabe für den Berufsstand und die WPK, berufsständischen Nachwuchs zu gewinnen und zu fördern. Bis in die 2030er-Jahre hinein werden die geburtenstarken Jahrgänge das Rentenalter erreicht haben, Praxisnachfolgen müssen geregelt werden. Die Aufgaben des Berufsstandes werden weiter zunehmen. Erfreulich ist das in den vergangenen Jahren bemerkenswert gestiegene Interesse am Wirtschaftsprüfungsexamen. Aber wir müssen noch mehr tun, um junge Menschen für unseren Beruf zu gewinnen. Daher stehen weitere Schritte in der Fortentwicklung des Examens an. Für die bevorstehenden Herausforderungen ist gemeinsames zielgerichtetes Handeln erforderlich. Ich freue mich, die Arbeit für den Berufsstand zusammen mit den in die Gremien der WPK gewählten Kolleginnen und Kollegen fortführen zu können.“
Neue Vizepräsidentin der WPK ist Prof. Dr. Hanne Böckem, Wirtschaftsprüferin aus Berlin. Als Vizepräsident wiedergewählt wurde Maximilian Amon, vereidigter Buchprüfer und Steuerberater aus München.
Zudem wählte der Beirat zehn weitere Personen in den insgesamt aus dreizehn Personen bestehenden Vorstand der WPK (elf Wirtschaftsprüfer, zwei vereidigte Buchprüfer). Der Vorstand repräsentiert alle Praxisgrößen. Neben neun Mitgliedern von kleinen und mittleren Praxen sind auch die vier größten Wirtschaftsprüfungsgesellschaften („Big Four“) vertreten.
Vorsitzer des Beirates der WPK in der Amtszeit 2026 bis 2030 ist Dr. Karl Petersen, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater aus München. Er hatte dieses Amt bereits in den Jahren 2022 bis 2026 inne. Stellvertretende Beiratsvorsitzer sind Erich Apperger, vereidigter Buchprüfer und Steuerberater aus Backnang, und Dr. Sabine Charlotte Maria Hellig, Wirtschaftsprüferin aus Stuttgart.