Berufsaufsicht

Bericht des IFIAR über die Feststellungen der Inspektionen 2025

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Das International Forum of Independent Audit Regulators (IFIAR) hat am 1. April 2026 seinen Bericht über die Feststellungen der Inspektionen für das Jahr 2025 veröffentlicht. Grundlage dieses Berichts ist eine Umfrage, an der sich Mitgliedsorganisationen der IFIAR aus 52 Ländern, darunter die APAS für Deutschland, beteiligt haben.

Der Bericht weist eine weiter zunehmende Anzahl von Feststellungen bei den Inspektionen von Unternehmen von öffentlichem Interesse aus. Nachdem der Prozentsatz der Prüfungen mit mindestens einer Feststellung von 47 % bei der ersten Erfassung dieser Statistik im Jahr 2014 auf 26 % im Jahr 2022 kontinuierlich gesunken war, ist er seitdem wieder auf nunmehr 35 % (Vorjahr: 34 %) angestiegen.

Das IFIAR fordert seine Mitgliedsorganisationen auf, die Ursachen für die Feststellungen gründlich zu analysieren und geeignete Maßnahmen zur Mängelbeseitigung zu ergreifen, um eine Verbesserung der Prüfungsqualität zu erreichen.

Häufigste Feststellungen

Die häufigsten Feststellungen in Bezug auf das firmenweite Qualitätsmanagementsystem haben sich unverändert zum Vorjahr im Hinblick auf die Auftragsabwicklung (37 %, Vorjahr: 35 %), die Überwachung und Mängelbeseitigung (32 %, Vorjahr: 25 %) sowie die Ethik- und Unabhängigkeitsanforderungen (30 %, Vorjahr: 29 %) ergeben – vgl. Tabelle A.2 auf Seite A-2 des Berichts.

Im Bereich der Auftragsdurchführung betreffen die Feststellungen dabei am häufigsten die ausreichende und zeitnahe Beaufsichtigung und den Review mit einem erheblichen Anstieg im Vergleich zum Vorjahr sowie die Prüfungsmethodologie. Hinsichtlich der Unabhängigkeitsanforderungen wurden vor allem Mängel bei der Überwachung der persönlichen Unabhängigkeit der Mitarbeiter und Partner sowie bei der Beurteilung von Nichtprüfungsleistungen und/oder prüfungsnahen Dienstleistungen für das zu prüfende Unternehmen festgestellt. Eine beachtliche Zunahme der Feststellungen ist ferner im Bereich Ressourcen – Personal sowohl hinsichtlich Zusammensetzung der Auftragsteams als auch Ausbildung und Training zu verzeichnen – vgl. Tabelle A.3 auf Seite A-3.

Bei den auftragsbezogenen Inspektionen beziehen sich die häufigsten Feststellungen unverändert auf die Bereiche Schätzwerte, einschließlich Fair-Value-Bewertung (22 %, Vorjahr: 16 %), Prüfung der internen Kontrollen (14 %, Vorjahr: 13 %) sowie Stichprobenziehung (11 %, Vorjahr: 11 %), während eine besonders starke Zunahme hinsichtlich der Kommunikation mit dem Prüfungsausschuss (11 %, Vorjahr: 4 %) festzustellen ist – vgl. Tabelle B.2 auf Seite B-7.

Weitere Details können dem Bericht entnommen werden.