WPK
14. Juni 2018

Bericht über die Sitzung der Kommission für Qualitätskontrolle am 28./29. Mai 2018

Die Kommission für Qualitätskontrolle unterrichtet regelmäßig über ihre Tätigkeit. Im Folgenden sind die wichtigsten Beratungsergebnisse aus der Sitzung am 28./29. Mai 2018 zusammengefasst.

Aufsatz von Mitgliedern der Kommission für Qualitätskontrolle zur Ermittlung der Stichprobe

Mitglieder der Kommission für Qualitätskontrolle bereiten einen Aufsatz zu dem Thema „Stichprobenauswahl in der Auftragsprüfung“ vor, der im WPK Magazin veröffentlicht werden soll. Die Autoren wollen mit diesem Beitrag die Prüfer für Qualitätskontrolle insbesondere bei der Auswahl der Stichprobe unterstützen und Möglichkeiten für ein effizientes und planvolles Vorgehen aufzeigen.

Tätigkeit im Bereich der Abschlussprüfung

WP/vBP, die sich als Prüfer für Qualitätskontrolle registrieren lassen möchten, müssen in den letzten drei Jahren im Bereich der (gesetzlichen) Abschlussprüfung tätig gewesen sein und dies neuerdings alle drei Jahre nachweisen.

Auch im Prüferauswahlverfahren wird geprüft, ob vorgeschlagene Prüfer für Qualitätskontrolle über eine ausreichende Erfahrung im Bereich der Abschlussprüfung verfügen. Eine fehlende Tätigkeit in diesem Bereich kann konkrete Anhaltspunkte begründen, dass eine Qualitätskontrolle nicht ordnungsgemäß durchgeführt wird.

Die Kommission für Qualitätskontrolle hat ihre Beratungen zu den Anforderungen an die Tätigkeit im Bereich der Abschlussprüfung fortgesetzt. Nach Abschluss der Beratungen werden die Prüfer für Qualitätskontrolle über das Ergebnis informiert werden.

Hilfestellungen für Prüfer für Qualitätskontrolle

Die Kommission für Qualitätskontrolle möchte den Prüfern für Qualitätskontrolle verstärkt Hilfestellungen für die Durchführung von gesetzlichen Abschlussprüfungen zur Verfügung stellen.

Sie wird eine Arbeitshilfe zur Dokumentation und Würdigung von Feststellungen der Auftragsprüfung auf der WPK-Internetseite veröffentlichen (siehe „Neu auf WPK.de“ vom 31. Mai 2018). Den Prüfern für Qualitätskontrolle wird empfohlen, ihre Feststellungen in dieser oder einer vergleichbaren Übersicht zu sammeln, zu würdigen und damit auch ihre Tätigkeit zu dokumentieren. Die Kommission für Qualitätskontrolle hat in ihren Aufsichten bei Prüfern für Qualitätskontrolle die Erfahrung gemacht, dass eine entsprechende Zusammenfassung den Prüfern für Qualitätskontrolle eine vollständige Erfassung der Prüfungsfeststellungen und deren Würdigung erleichtern wird.

Prüfungsfeststellungen

Die Kommission für Qualitätskontrolle hat erneut die Konsequenzen aus der Versagung eines Prüfungsurteils beraten. Vor Änderung der WPO durch das APAReG entfiel die Befugnis nach § 319 Abs. 1 Satz 3 HGB, wenn die Befristung einer Teilnahmebescheinigung oder Ausnahmegenehmigung überschritten wurde oder der zuvor eingereichte Qualitätskontrollbericht ein versagtes Prüfungsurteil enthielt (§ 57a Abs. 6 Satz 9 WPO a.F.).

Diese unmittelbare Rechtsfolge des versagten Prüfungsurteils entfiel mit der Änderung der WPO durch das APAReG. Nunmehr hat die Kommission für Qualitätskontrolle die Löschung als gesetzlicher Abschlussprüfer zu beschließen, wenn „wesentliche Mängel im Qualitätssicherungssystem festgestellt worden sind, die das Qualitätssicherungssystem als unangemessen oder unwirksam erscheinen lassen“ (§ 57a Abs. 6a Satz 2 Nr. 3 WPO).

Die Änderung der Rechtslage führt dazu, dass die Versagung des Prüfungsurteils durch den Prüfer für Qualitätskontrolle nunmehr keine unmittelbare Auswirkung auf den Verlust der Befugnis zur Durchführung gesetzlicher Abschlussprüfungen hat. Diese Rechtsfolge tritt erst durch die Löschung der Eintragung als gesetzlicher Abschlussprüfer ein (§ 40 Abs. 2 Satz 1 WPO).

bi/li
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