Sonstiges
6. Februar 2018

BSI:
Ergebnisse der Cyber-Sicherheits-Umfrage 2017

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat die Ergebnisse seiner Cyber-Sicherheits-Umfrage 2017 veröffentlicht. Diese zeigen, dass Cyber-Angriffe von den befragten Unternehmen und Institutionen als große Bedrohung für den Erfolg der Digitalisierung wahrgenommen werden.

Von den 900 Umfrageteilnehmern gaben rund 70% an, in 2017 Opfer von Cyber-Angriffen geworden zu sein. Dabei waren über die Hälfte der Angriffe Malware-Infektionen. Hierbei gelangt Schadsoftware über E-Mail-Dateianhänge oder über manipulierte Webseiten auf Rechner und führt dort unerwünschte oder schädliche Funktionen aus. Gezielte Hacker-Attacken auf Unternehmen machten dagegen nur rund 19% der Angriffe aus, ebenso wie (D)DOS-Attacken, bei denen eine Vielzahl von infizierten Rechnern, ein sogenanntes Botnetz, eine Website oder IT-Infrastruktur zeitgleich durch zahllose Anfragen zum Erliegen bringen.

In etwa der Hälfte aller Fälle, so ergab die Umfrage, waren die Angreifer erfolgreich und konnten die IT-Systeme beeinflussen oder die Websites manipulieren. Bei rund 18% aller Teilnehmer an der Studie führten die Angriffe sogar zu Störungen in den Produktions- oder Betriebsabläufen.

Wirtschaftsprüfer sollten diese Zahlen zum Anlass nehmen, ihre Mandanten und die eigenen Mitarbeiter für die Risiken von Cyber-Angriffen zu sensibilisieren. Das hiervon nicht nur große Unternehmen betroffen sind, zeigt der hohe Anteil an Malware-Infektionen, welche ziellos verbreitet werden und jeden treffen können, der nicht ausreichend geschützt ist.

Eine Pressemitteilung sowie die vollständigen Ergebnisse der Umfrage stehen auf der Internetseite des BSI zur Verfügung.

wb