Sonstiges
11. Februar 2014

IFAC:
Ergebnisse der halbjährlichen Kurzumfrage bei kleinen und mittleren Prüferpraxen („IFAC SMP Quick Poll: 2013 – Year-End Round-Up“)

Die International Federation of Accountants (IFAC) hat am 6. Februar 2014 die Resultate ihrer vom 15. November bis 31. Dezember 2013 durchgeführten Kurzumfrage („IFAC SMP Quick Poll: 2013 – Year-End Round-Up“) vorgelegt.

Die Ergebnisse sind auf der Internetseite der IFAC veröffentlicht. Zusammenfassend kann wie folgt berichtet werden:

Mit der auch auf Deutsch durchgeführten Umfrage sollen die aktuellen Herausforderungen abgefragt werden, die sich speziell für kleine und mittlere Prüferpraxen und deren kleine und mittelständische Mandanten stellen (vgl. „Neu auf WPK.de“ vom 19. November 2013).

Nach Einschätzung der teilnehmenden kleinen und mittleren Praxen habe die Belastung ihrer Mandanten - der kleinen und mittleren Unternehmen - durch den Faktor wirtschaftliche Unsicherheit nachgelassen. In diesem neuen Trend sieht IFAC möglicherweise Anzeichen für ein günstigeres Wirtschaftsklima.

Mit Blick auf die größten Herausforderungen für kleine und mittlere Praxen wird in der Veröffentlichung eine signifikante Veränderung konstatiert. Während in den letzten beiden Umfragen die größte Herausforderung darin gesehen wurde, mit neuen Regelungen und Standards Schritt zu halten, findet sich dieser Aspekt nunmehr nur noch auf Platz drei hinter den Herausforderungen, Mandanten zu akquirieren und zu halten sowie des Preisdrucks. IFAC führt dies möglicherweise auf eine Kombination von langsameren Regulierungs-/Standardisierungsprozessen und einem höheren Professionalisierungsgrad von kleinen und mittleren Praxen im Umgang mit Änderungen zurück.

Die drei vorrangig gesuchten Online-Informationen/-Hilfestellungen beziehen sich auf die Bereiche Steuerberatung, Abschlussprüfung und Finanzberichterstattung.

Als die am schnellsten zunehmenden Einnahmequellen werden unverändert die Buchführung, Aufstellung von Jahresabschlüssen und andere Non-Assurance/Related Services genannt, gefolgt von Prüfungs- und Assurance- sowie von steuerlichen Leistungen.

Den wichtigsten Wachstumsmotor stelle nach wie vor das Neukundengeschäft dar. Eine Veränderung ist hierbei allerdings insofern festzustellen, als nur mit einem Prozentpunkt Abstand das Bestandsgeschäft genannt wird (bei der letzten Umfrage 18% Abstand). IFAC sieht hierin möglicherweise das Erfordernis einer Verlagerung des Marketingschwerpunkts der Praxen von neuen Mandatsbeziehungen hin zu den bereits bestehenden.

Die Geschäftserwartungen für 2014 stellen sich unverändert so dar, dass fast die Hälfte der Teilnehmer keine Veränderungen gegenüber 2013 und immerhin ca. ein Drittel eine bessere Entwicklung erwarten. Daneben sieht fast die Hälfte der Umfrageteilnehmer einen Mehrwert in der integrierten Berichterstattung und erwartet in den nächsten fünf Jahren einen Bedarf bei kleinen und mittleren Unternehmen für die Unterstützung bei der Implementierung dieser Form der Berichterstattung.

Die Vorschläge des International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) zum Auditor Reporting finden grundsätzlich Unterstützung. Zu weiteren Einzelheiten kann auf den Bericht verwiesen werden.

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