Rechnungslegung
21. Dezember 2017

IASB:
Annual Improvements to IFRSs (2015-2017) sieht Änderungen an IFRS 3, IFRS 11, IAS 12 und IAS 23 vor

Das International Accounting Standards Board (IASB) hat am 12. Dezember 2017 den Sammel-Änderungsstandard Annual Improvements to IFRSs (2015-2017) veröffentlicht. Die Änderungen sind ab dem 1. Januar 2019 verpflichtend anzuwenden. Eine frühere Anwendung ist zulässig. Die Änderungen betreffen folgende Standards:

IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse und IFRS 11 Gemeinsame Vereinbarungen

Die Änderungen an IFRS 3 regeln die Neubewertung von gehaltenen Anteilen im Zeitpunkt des Erreichens der Beherrschung über einen Geschäftsbetrieb, an dem das Unternehmen zuvor lediglich im Rahmen einer gemeinsamen Tätigkeit (joint operation) beteiligt war (IFRS 3.42A). Erlangt ein Unternehmen gemeinsame Führung (joint control) über einen Geschäftsbetrieb, an dem es zuvor im Rahmen einer gemeinsamen Tätigkeit (joint operation) beteiligt war, werden die bisher gehaltenen Anteile jedoch nicht neu bewertet (IFRS 11.B33CA).

IAS 12 Ertragsteuern

Die Änderung des IAS 12.57A stellt klar, dass alle ertragsteuerlichen Auswirkungen von Dividendenzahlungen (Ausschüttung von Gewinnen) in gleicher Weise zu berücksichtigen sind, wie die Erträge, auf denen die Dividenden beruhen. Damit sind sie grundsätzlich im Betriebsergebnis zu erfassen.

IAS 23 Fremdkapitalkosten

Die Ergänzung des IAS 23.14 präzisiert die Bestimmung des allgemeinen (durchschnittlichen) Fremdkapitalkostensatzes. Klargestellt wird, dass spezifische Fremdmittel, die der Beschaffung eines qualifizierenden Vermögenswerts zugerechnet werden, erst dann einzubeziehen sind, wenn der beabsichtigte endgültige Zustand (sei es für die Nutzung oder die Veräußerung) erreicht ist. Unberücksichtigt bleiben damit Fremdkapitalkosten bis zum Zeitpunkt der Fertigstellung.

Eine Presseverlautbarung und weiterführende Informationen stehen auf der Internetseite der IFRS Foundation zur Verfügung.

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