Rechnungslegung
1. März 2016

Bundesrat:
Zustimmung zur Änderung der handelsrechtlichen Vorschriften zur Berechnung der Pensionsrückstellungen

Der Bundesrat hat am 26. Februar 2016 der Änderung der handelsrechtlichen Vorschriften zur Berechnung der Pensionsrückstellungen zugestimmt. Die Änderung erfolgt im Rahmen des Umsetzungsgesetzes zur Wohnimmobilienkreditrichtlinie, das der Bundestag vor einer Woche beschlossen hat. Das Umsetzungsgesetz soll zum 21. März 2016 in Kraft treten, die Änderungen zur Berechnung der Pensionsrückstellungen jedoch schon am Tag nach Verkündung im Bundesgesetzblatt.

Vorgesehen ist insbesondere eine Verlängerung des Referenzzeitraums für die Ermittlung des Diskontierungszinssatzes von Pensionsrückstellungen gemäß § 253 Absatz 2 Satz 1 HGB von derzeit sieben auf künftig zehn Jahre. Bei den sonstigen Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bleibt der Ermittlungszeitraum wie bisher bei sieben Jahren. Die Neuregelung ist erstmals auf Jahresabschlüsse für das nach dem 31. Dezember 2015 endende Geschäftsjahr anzuwenden. Eine vorzeitige Anwendung ist wahlweise möglich für Abschlüsse, die sich auf ein Geschäftsjahr beziehen, das nach dem 31. Dezember 2014 beginnt und vor dem 1. Januar 2016 endet (siehe auch „Neu auf WPK.de“ vom 22. Februar 2016).

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