Rechnungslegung
18. März 2015

DRSC:
E-DRS 30 Kapitalkonsolidierung und E-DRS 31 Konzerneigenkapital veröffentlicht

Das Deutsche Rechnungslegungs Standards Committee (DRSC) hat den Entwurf Kapitalkonsolidierung (Einbeziehung von Tochterunternehmen in den Konzernabschluss; E-DRS 30) und den überarbeiteten Entwurf eines DRS Konzerneigenkapital veröffentlicht.

Die Entwürfe E-DRS 30 und E-DRS 31 stehen auf der Internetseite des DRSC zur Verfügung und können jeweils bis zum 22. Mai 2015 kommentiert werden.

E-DRS 30 Kapitalkonsolidierung

Das DRSC verfolgt mit der Veröffentlichung nach eigener Aussage das Ziel, die Vorschriften zur Kapitalkonsolidierung gemäß §§ 301, 307 und 309 HGB zu konkretisieren, welche die Einbeziehung von Tochterunternehmen nach der Erwerbsmethode, die Behandlung gegebenenfalls bestehender Anteile anderer Gesellschafter sowie die Bilanzierung des Geschäfts- oder Firmenwerts beziehungsweise passiven Unterschiedsbetrags im Konzernabschluss regeln.

Dabei sollen auch zahlreiche Anwendungsfragen der Erst-, Folge-, Ent- und Übergangskonsolidierung beantwortet werden. Der Aufbau des Standards orientiere sich unmittelbar an der Struktur der handelsrechtlichen Vorschriften sowie dem praktischen Prozess der Erstellung des Konzernabschlusses.

Der Standard soll nach seiner Verabschiedung den bisherigen Standard DRS 4 Unternehmenserwerbe im Konzernabschluss ersetzen.

E-DRS 31 Konzerneigenkapital

Nach Angaben des DRSC fokussiert der Entwurf stärker als der im Jahr 2014 veröffentlichte E-DRS 29 auf die konzernabschlussspezifischen Fragen, wie etwa die Behandlung des Erwerbs und der Veräußerung von Rückbeteiligungen der Tochterunternehmen am Mutterunternehmen sowie die Rücklagenverrechnung beim Erwerb eigener Anteile im Konzernabschluss.

Ferner sollen im Entwurf die Fragen im Zusammenhang mit der Darstellung der Ergebnisverwendung im Konzerneigenkapitalspiegel von Mutterunternehmen in Form einer Personenhandelsgesellschaft ausführlicher behandelt werden.

zi