Berufspolitik
2. April 2015

Positionen der WPK zu weiteren EU-veranlassten Änderungen in der Wirtschaftsprüferordnung und der Berufssatzung WP/vBP

Die WPK hat dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) mit Schreiben vom 31. März 2015 drei weitere Positionspapiere zur Änderung der Wirtschaftsprüferordnung vorgelegt.

Diese betreffen:

Zu Fragen der Fortentwicklung der Berufsaufsicht und der Qualitätskontrolle aufgrund der neuen EU-Regeln zur Abschlussprüfung hatte sich die WPK bereits im Dezember 2014 geäußert („Neu auf WPK.de“ vom 19. Dezember 2014).

Der Vorstand spricht sich unter anderem dafür aus:

  • im Hinblick auf die Umsetzung des Art. 24a AP-RL (interne Organisation von Abschlussprüfern/Prüfungsgesellschaften) die Regelung zum internen Qualitätssicherungssystem beizubehalten (§ 55b WPO), da es dem unveränderten Verständnis in Deutschland entspricht, dass sich ein Qualitätssicherungssystem auf die gesamte WP/vBP-Praxis zu beziehen hat. Da die Anforderungen an ein internes Qualitätssicherungssystem je nach Größe, Struktur und Aufgabenfelder einer WP/vBP-Praxis unterschiedlich sind, soll der bisherige Wortlaut um einen neuen Satz 2 zur Verhältnismäßigkeit ergänzt werden. Die detaillierten Vorgaben des Art. 24a Abs. 1 AP-RL sollen im Sinne einer Eins-zu-eins-Umsetzung der Richtlinie nur für die Durchführung gesetzlicher Abschlussprüfungen gelten. Grundsätze sollen in einem neuen Abs. 2 des § 55b WPO aufgenommen werden, während Einzelheiten in der Berufssatzung geregelt werden sollten.
  • Abschlussprüfer und Prüfungsgesellschaften in Deutschland von der Aufzeichnungspflicht geringfügiger Verstöße gegen die Bestimmungen der Abschlussprüferrichtlinie und -verordnung zu befreien (Artikel 24b Abs. 3 Unterabs. 1 Satz 2 AP-RL). Die Aufzeichnung eines jeglichen Verstoßes, sei er noch so unbedeutend und unwesentlich für die Arbeitsorganisation oder das Qualitätssicherungssystem der Prüferpraxis insgesamt, wäre eine unverhältnismäßige und bürokratische Belastung von Prüferpraxen.

Einzelheiten zu den Positionen der WPK zu weiteren EU-veranlassten Änderungen der Wirtschaftsprüferordnung und der Berufssatzung WP/vBP stehen nachfolgend zur Verfügung.

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