Berufspolitik
30. März 2015

IFAC:
Ergebnisse der Umfrage unter kleinen und mittleren Prüferpraxen veröffentlicht („IFAC Global SMP Survey“)

Die International Federation of Accountants (IFAC) – der Weltverband der Abschlussprüfer – hat am 25. März 2015 die Ergebnisse ihrer Ende 2014 durchgeführten Kurzumfrage („IFAC Global SMP Survey“) im Internet veröffentlicht.

Mit der in 21 Sprachen – darunter auch Deutsch – durchgeführten Umfrage sollen die aktuellen Herausforderungen ermittelt werden, die sich speziell für kleine und mittlere Prüferpraxen und deren Mandanten stellen (die WPK berichtete zum Start der Umfrage unter „Neu auf WPK.de“ vom 4. November 2014).

Die Beteiligungsquote fiel mit insgesamt 5.083 Antworten aus 135 Ländern deutlich höher aus als bei der letzten Umfrage Ende 2013 mit 3.709 Antworten.

Die beiden größten Herausforderungen für kleine und mittlere Praxen bestehen nach dem Umfrageergebnis in der Mandantengewinnung (58%) und dem Schritthalten mit neuen Regelungen und Standards (57%). Im Anschluss hieran werden Honorardruck (51%), steigende Kosten (50%) und die Abgrenzung gegenüber den Wettbewerbern (50%) genannt.

Der technologische Fortschritt nimmt an Bedeutung zu. Hierbei werden „Business intelligence/data analysis software“ und „Client relationship management/document management software“ als die wichtigsten Aspekte bewertet.

Als ein Mittel zur Bewältigung der zahlreichen Herausforderungen wird die Mitgliedschaft in einem Netzwerk, Verbund oder eine ähnliche Form der Zusammenarbeit angesehen, obgleich nur 27% der Umfrageteilnehmer dies aktuell praktizieren. 24% ziehen diesen Schritt jedoch in Erwägung.

Mit Blick auf die Einnahmen im Jahr 2015 rechnen 28% bis 37% der Umfrageteilnehmer mit einem leichten Wachstum, während 31% bis 36% von einer Stagnation ausgehen. Im Bereich der Unternehmens- und Steuerberatung nimmt sogar die Hälfte der Umfrageteilnehmer ein moderates Wachstum an. Für den Bereich der Abschlussprüfungs- und Prüfungsleistungen wird hingegen von einer Stagnation ausgegangen. Regional betrachtet herrscht in Europa ein eher weniger optimistisches Klima. Der Optimismus nimmt aber offenbar mit der Größe der Praxis zu.

Für die Mandanten kleiner und mittlerer Praxen stellen steigende Kosten (67%) und wirtschaftliche Unsicherheiten (66%) die größten Herausforderungen dar. Auch der Zugang zu neuen Finanzmitteln gestaltet sich oftmals schwierig. Darüber hinaus sehen 54% der Umfrageteilnehmer ihre Mandanten mit einer Form der Finanzkriminalität konfrontiert.

Zu weiteren Einzelheiten wird auf den Bericht verwiesen, der auf der Internetseite der IFAC zur Verfügung steht.

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