Allgemeines Berufsrecht
21. Februar 2014

Stellungnahme:
Konsultation zum IESBA Strategie- und Arbeitsplan („Proposed Strategy and Work Plan“) 2014-2018

Die Wirtschaftsprüferkammer hat mit Schreiben vom 20. Februar 2014 gegenüber dem für die Verabschiedung von Standards zur Berufsethik der Wirtschaftsprüfer zuständigen International Ethics Standards Board for Accountants (IESBA) im Rahmen der Konsultation zu dessen geplantem Strategie- und Arbeitsplan 2014-2018 („Proposed Strategy and Work Plan, 2014-2018“) Stellung genommen.

Über die Konsultation berichtete die WPK unter „Neu auf WPK.de“ vom 19. Dezember 2013 und im WPK Magazin 1/2014, Seite 19 f.

In ihrer Stellungnahme begrüßt die WPK zunächst im Rahmen allgemeiner Anmerkungen, dass ihrem wiederholt vorgebrachten Petitum gefolgt wird, zukünftig die Belange der kleinen und mittleren Praxen noch stärker zu berücksichtigen. Positiv bewertet werden auch die geplante intensivere Einbindung der Mitgliedsorganisationen in bestimmte Projekte des IESBA, die Einrichtung der Arbeitsgruppe zur Identifikation neuer für den Berufsstand bedeutsamer Themen, der dynamische Charakter des Arbeitsprogramms sowie geplante Informationsveranstaltungen des IESBA.

Sodann kommentiert die Stellungnahme die konkreten Projekte des IESBA. Begrüßt wird an erster Stelle die Neustrukturierung des Code of Ethics (CoE), die nach Auffassung der WPK mit Vorrang und Nachdruck verfolgt werden sollte. Auch die Überprüfung der Schutzmaßnahmen des CoE, zum Teil das Thema Gebührenabhängigkeit, die Initiative zu kollektiven Kapitalanlagen sowie zur Prüfungsqualität erscheinen sinnvoll. Bei den übrigen Projekten nimmt die Wirtschaftsprüferkammer dagegen eher eine restriktive Position ein. Dies gilt insbesondere mit Blick auf eine mögliche Beschränkung der Erbringung von Nichtprüfungsleistungen und eine mögliche Verschärfung der Unabhängigkeitsregelungen zu langjährigen Beziehungen leitender Angestellter zum Abschlussprüfungsmandanten.

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