Berufspolitik
8. Juli 2020

Coronavirus:
Bundesfinanzminister Scholz will Pflicht zur Meldung grenzüberschreitender Steuergestaltungen nicht verschieben – Brandbrief des Präsidenten der WPK

Einer Agenturmeldung zufolge möchte Bundesfinanzminister Olaf Scholz die vom ECOFIN-Rat einstimmig – also auch von Deutschland – eingeräumte Möglichkeit der Verschiebung der Meldepflichten für grenzüberschreitende Steuergestaltungen („Neu auf WPK.de“ vom 11. Juni 2020) nicht wahrnehmen, sodass auch Wirtschaftsprüfer/vereidigte Buchprüfer verpflichtet sind, grenzüberschreitende Steuergestaltungen ab dem 1. Juli 2020 zu melden.

In einem Brandbrief an Minister Scholz hat WPK-Präsident Ziegler sein Unverständnis über diese mehr als überraschende Entwicklung ausgedrückt. Der Berufsstand der Wirtschaftsprüfer und vereidigten Buchprüfer berate gerade auch kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in den schwierigen Zeiten der Corona-Pandemie und habe den Ruf der Politik nach Hilfestellung bei der Beantragung von Überbrückungshilfe für KMU gehört und die gestellte Compliance-Aufgabe angenommen (Programmstart am 8. Juli 2020). Viele Praxen seien bereits sehr stark ausgelastet, bis an die Grenze der Kapazitäten. Nun die Möglichkeit ungenutzt zu lassen, Meldepflichten zu verschieben, komme daher zur Unzeit.

Bundesfinanzminister Scholz wurde gebeten, seine Entscheidung zu überdenken.

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