Sonstiges
26. Oktober 2020

BSI:
Corona verschärft die Cyber-Gefährdungslage

Die Corona-Pandemie hat für einen Digitalisierungsschub in Deutschland gesorgt. Seit dem Frühjahr arbeiten viele Menschen im Homeoffice, Bring-your-own-Device wird dabei vielerorts als Mittel zur Arbeitsfähigkeit akzeptiert. Zudem wurden Videokonferenzen und Möglichkeiten zum elektronischen Datenaustausch eingerichtet. Der Großteil dieser Maßnahmen wurde spontan umgesetzt, um die Arbeitsfähigkeit zu erhalten. Die IT- und Datensicherheit hat dabei allerdings oft eine untergeordnete Rolle gespielt.

Nachdem sich allerdings inzwischen vieles eingespielt hat, appelliert Arne Schönbohm, Präsident des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), „dieses neue Normal nachhaltig und sicher zu gestalten.“ Wer weiterhin von dem Digitalisierungsschub profitieren möchte, muss Maßnahmen einleiten, um die neuen Infrastrukturen wirksam gegen Angriffe abzusichern.

Aktueller BSI-Lagebericht zeigt Gefährdungslage auf

Der aktuelle BSI-Lagebericht zeigt hierzu auf, dass die aktuelle Gefährdungslage weiterhin von Cyber-Angriffen mit Schadsoftware geprägt ist, welche in immer neuen Varianten und mit teils ausgefeilten Methoden eingesetzt wird.

Danach übersteigt die Zahl der Schadprogramme inzwischen die Milliardengrenze. Allein im letzten Jahr sind 117,4 Millionen neue Varianten hinzugekommen, etwa 320.000 neue Schadprogramme pro Tag. Die Daten werden dabei immer öfter nicht nur verschlüsselt, sondern von Cyber-Kriminellen kopiert und ausgeleitet. Die Angreifer drohen so zusätzlich damit, die Daten an Interessenten zu verkaufen oder zu veröffentlichen. Damit erhöht sich der Druck auf das Opfer, der Lösegeldforderung nachzukommen.

Weitere Informationen und Beispiele zur derzeitigen Bedrohungslage sowie über die Aktivitäten und Gegenmaßnahmen des BSI sind im Bericht „Die Lage der IT-Sicherheit in Deutschland 2020“ zusammengefasst.

wb

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