WPK
31. Januar 2019

Bericht über die Vorstandssitzung der WPK am 25. Januar 2019

Der Vorstand der WPK informiert regelmäßig über seine Tätigkeit. Im Folgenden sind Informationen zu den wichtigsten Beratungsergebnissen aus Sitzung am 25. Januar 2019 zusammengefasst.

TAX3-Ausschuss: Änderungsanträge und Reaktion der WPK hierauf

Der Entwurf eines Berichtes zur Arbeit des TAX3-Ausschusses des EU-Parlaments wurde Ende 2018 veröffentlicht und gab keinen Anlass zur Kommentierung.

Nach einer Analyse der 1.284 Änderungsanträge von Abgeordneten des TAX3-Ausschusses ist jedoch festzustellen, dass einige Abgeordnete Forderungen in den Bericht einbringen wollen, die den Berufsstand der WP/vBP betreffen. Wie bereits beim Vorgängerausschuss, dem PANA-Ausschuss, werden erneut Änderungsanträge gestellt, die mit dem Thema des Sonderausschusses („Finanzkriminalität, Steuerhinterziehung und Steuervermeidung“) in keinem Zusammenhang stehen und/oder abzulehnen sind, weil sie sachlich nicht fundiert sind. Hierzu gehören unter anderem

  • die Forderung nach einer Rotation für alle gesetzlichen Abschlussprüfer im Turnus von sieben Jahren,
  • die Forderung einer generellen Trennung von Prüfung und Beratung,
  • der erneute Angriff auf die berufliche Selbstverwaltung von WP/vBP,
  • die pauschale Verurteilung von Intermediären, also auch der steuerberatenden Berufen in Deutschland, mit der diese Berufe pauschal und undifferenziert für Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung verantwortlich gemacht werden.

Der TAX3-Ausschuss will den Bericht bis zum Ende der Legislatur, also bis etwa März/April, vom EU-Parlament verabschieden lassen. Mit Blick darauf hat sich die WPK in Schreiben an Abgeordnete des TAX3-Ausschusses gegen diese Forderungen ausgesprochen.

Berichte von Professor Marten und von Professor Naumann zur Standardsetzung beim IAASB und IDW

Prof. Dr. Kai-Uwe Marten, Board-Mitglied des International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB), berichtete über die Tätigkeit des Gremiums, im öffentlichen Interesse qualitativ hochwertige Auditing-, Assurance- und andere damit zusammenhängende Standards festzulegen.

Er erläuterte den Prozess der Entwicklung von Standards und gab einen Überblick über abgeschlossene und laufende Projekte. So werden voraussichtlich im Jahr 2020 die neuen und überarbeiteten Standards für das Qualitätsmanagement fertiggestellt (ISQM 1, ISQM 2 und ISA 220). Zukünftig soll die Erlangung von Prüfungsnachweisen über Datenanalysen in den Standards berücksichtigt werden und die Zusammenarbeit mit dem International Ethics Standards Board for Accountants (IESBA) intensiviert werden. Prof. Dr. Klaus-Peter Naumann, Sprecher des Vorstands des IDW, gab einen Überblick über die Entwicklung der Standardsetzung beim IDW.

Vorstandsabteilung Berufsaufsicht

Der Vorstand hat vier Einsprüche gegen Entscheidungen der Vorstandsabteilung Berufsaufsicht beraten.

Analyse der WPK-Aufwendungen

Der Beirat hat den Vorstand gebeten, Maßnahmen zu prüfen, die ab 2020 zu einem ausgeglichenen Erfolgsplan führen, nicht aber die Leistungsfähigkeit der Kammer beeinträchtigen. Der Vorstand hat dazu über die Kostenstruktur der Kammer beraten, die sich aus 56,4 % Personalaufwendungen und 43,6 % Sachaufwendungen zusammensetzt. Die Beratungen werden fortgesetzt.

Öffentlichkeitsarbeit – Informationsreihe Nachfolge im Berufsstand

Der Vorstand plant eine Informationsreihe zur Nachfolgeplanung anzubieten, die an die Workshops auf der Kammerversammlung 2018 anknüpfen soll. In die Informationsreihe werden das WPK Magazin und die Internetseite eingebunden. Zudem soll im zweiten Halbjahr ein zweitägiger Workshop stattfinden.

Öffentlichkeitsarbeit – WPK aktuell Mitgliederinformation

Für die geplante Veranstaltungsreihe „WPK aktuell Mitgliederinformationen – Ausgewählten Einzelfragen für die WP/vBP-Praxis“ hat der Vorstand als Themen festgelegt:

  • IT-Unterstützung im Prüfungsprozess,
  • Lösungen zum Einsatz von Dienstleistern (§ 50a WPO),
  • Geldwäscheaufsicht durch die WPK und
  • Ausgestaltung des Qualitätssicherungssystems in kleinen Praxen

Als Termine stehen bereits fest:

  • 16. Mai in München
  • 21. Mai in Frankfurt und der
  • 5. Juli in Stuttgart

Termine für Berlin, Düsseldorf und Hamburg werden kurzfristig bekannt gegeben. Bitte beachten Sie die Veranstaltungshinweise der WPK.

Folgen des Brexit

Die WPK hat die Auswirkungen eines Hard Brexit auf den Berufstand geprüft. Die Risiken sind demnach überschaubar und beschränken sich auf wenige Betroffene, für die die WPK großzügige Übergangsregelungen geschaffen hat. Bezüglich der Auswirkungen des Brexit auf Berufsangehörige mit Mandaten im Vereinigten Königreich wird noch auf Regelungen des Financial Reporting Council (FRC) gewartet.

Digitalisierungskompass

Der Digitalisierungskompass der WPK wird um die Bereiche Steuern, Buchführung und betriebswirtschaftliche Beratung erweitert, die Bereiche Allgemeine Organisation und Personalwesen werden um weitere Digitalisierungsmöglichkeiten ergänzt. Zudem wird die Softwareübersicht für die Abschlussprüfung aktualisiert und für weitere Bereiche wird eine Linkliste zur Verfügung gestellt.

Einrichtung von Ausschüssen

Alle gebildeten Ausschüsse der WPK haben sich zwischenzeitlich konstituiert. Der Vorstand wurde über deren bisherige Beratungsergebnisse informiert.

Nachbenennung eines ehrenamtlichen Richters/in für den Senat für Wirtschaftsprüfersachen beim Bundesgerichtshof

Ein Beisitzer für den Senat für Wirtschaftsprüfersachen beim Bundesgerichtshof wurde in den Vorstand der WPK berufen, so dass eine Nachbenennung erforderlich wird. Der Vorstand hat über die möglichen Kandidaten beraten.

ge/wb

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