WPK
22. Juni 2016

Satzungen vom Beirat der WPK einstimmig beschlossen

Der Beirat der WPK beschloss am 21. Juni 2016 einstimmig jeweils die Neufassungen der Berufssatzung für WP/vBP und der Satzung für Qualitätskontrolle. Eine Arbeitsgruppe aus Beirats- und Vorstandsvertretern hatte Lösungsvorschläge für die bis dahin wenigen noch offenen Punkte entwickelt. Die beschlossenen Satzungstexte sind nachfolgend veröffentlicht.

Berufssatzung

Gegenstand intensiver Diskussionen im Vorfeld waren Themen mit Bezug zur Qualitätssicherung, insbesondere die Regelungen in Fällen, in denen ein nachgebildeter Bestätigungsvermerk verwendet wird (§ 8 Abs. 2 BS-E), zur Berichtskritik (§ 48 Abs. 1 BS-E) sowie zur auftragsbegleitenden Qualitätssicherung (§ 48 Abs. 3 BS-E) und zur Nachschau (§§ 49, 63 Nr.5 BS-E). Zu diesen Punkten wurde wie folgt Einvernehmen erzielt:

Hinzuweisen ist, dass die Regelung von § 8 Abs. 2 Satz 3 BS-E, der auf die Erteilung von Bestätigungsvermerken nach ISA 700 verweist, zur Einhaltung engerer Qualitätsstandards führen kann.

Neufassung der Berufssatzung

Satzung für Qualitätskontrolle

Die zentralen Diskussionspunkte bei der Satzung für Qualitätskontrolle betrafen den Stichprobenumfang der Wirksamkeitsprüfung in einer Qualitätskontrolle. Außerdem ging es um die Kriterien, nach denen die Kommission für Qualitätskontrolle den Vorstand über Einzelfeststellungen der Prüfer für Qualitätskontrolle zur berufsaufsichtsrechtlichen Würdigung unterrichtet. Hier wurden ebenso einvernehmliche Lösungen gefunden:

Neufassung der Satzung für Qualitätskontrolle

Die Berufssatzung tritt drei Monate nach Übermittlung an das Bundeswirtschaftsministerium in Kraft (§ 57 Abs. 3 Satz 2 WPO). Die Satzung für Qualitätskontrolle bedarf der Genehmigung des Bundeswirtschaftsministeriums im Einvernehmen mit dem Bundesjustizministerium und tritt am Tage nach der Bekanntgabe im Bundesanzeiger in Kraft (§ 57c Abs. 1 Satz 2 WPO).

Weitere Beratungsthemen

Der Jahresabschluss nebst Lagebericht für das Wirtschaftsjahr 2015 der WPK wurde vom Beirat beraten. Die Abstimmung führte zu einem ausgeglichenen Ergebnis.

WP/StB Stefan Schweren, Mitglied der Kommission für Qualitätskontrolle, berichtete dem Beirat über den Stand des QuaIitätskontrollverfahrens. Der dem Beirat vorab übersandte Tätigkeitsbericht der Kommission für Qualitätskontrolle für das Jahr 2015 ist unter „Öffentlichkeit > Berichte > Qualitätskontrolle" veröffentlicht.

Die Änderung der Wahlordnung der WPK wurde beraten. Die Änderung geht zurück auf Hinweise der Unabhängigen Wahlkommission nach der Beiratswahl 2014. Die WPK hatte ihre Mitglieder zu den Vorschlägen zur Änderung der Wahlordnung angehört. Vorschläge aus dem Beirat werden nochmals in eine Vorstandsberatung einfließen. Die Beschlussfassung der Wahlordnung wurde auf die nächste Beiratssitzung verschoben.

Der Beirat stimmte einstimmig der Berufung der Wahlkommission für die Wahl der Mitglieder des Beirates 2018 zu. Danach sind folgende Personen in die Wahlkommission berufen:

WP/StB Dipl.-Kfm. Torsten Ebeling
WPin/StBin Dipl.-Kffr. Dr. Julia Füssel
WP Dipl.-Kfm. Dieter Gahlen
WP/StB Betriebsw.(grad.) Frank Häfner
WP Dipl.-Kfm. Thomas Krause
WP/StB Dipl.-Math. oec. Dr. Andrea Lauterbach
vBP/StB Dipl.-oec. Peter Hassel
vBP/StB Dipl.-Kfm. Heinrich Jansen
vBP/StB Jürgen Klinkenberg
vBP/StB Bernd Lehmann

Da die Amtszeit der Vorsitzenden der Aufgaben- und Widerspruchskommission für das Wirtschaftsprüfungsexamen, Regierungsdirektorin Jutta Maria Cremers, Ministerium für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg am 31. Dezember 2016 endet, beschloss der Beirat, Regierungsdirektor Torsten Kuhl, Senat für Wirtschaft, Arbeit und Häfen der Freien Hansestadt Bremen, für die Zeit vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2019 als Vorsitzenden der Aufgaben- und Widerspruchskommission zu bestellen.

Desweiteren beschloss der Beirat die Nachberufung von 31 Mitgliedern der Prüfungskommission für die Zeit bis zum 31. Dezember 2018. Als weiteres vorsitzendes Mitglied der Prüfungskommission wurde Oberregierungsrätin Inga Kraft von der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung bestellt.

Die Herbstsitzung des Beirates findet am 2. Dezember 2016 in Berlin statt.

me/ge