WPK
26. Juli 2016

Bericht über die Vorstandssitzung der WPK vom 12. bis 14. Juli 2016

Der Vorstand der WPK informiert regelmäßig und zeitnah über seine Tätigkeit. Im Folgenden sind Informationen zu den wichtigsten Beratungsergebnissen aus der Sitzung vom 12. bis 14. Juli 2016 (Klausurtagung) zusammengefasst.

Erläuterungstexte zur Berufssatzung WP/vBP

Der Vorstand befasste sich in der Klausurtagung ausführlich mit dem Entwurf der Erläuterungstexte zur Berufssatzung, nachdem der Beirat die Neufassung der Berufssatzung in seiner Sitzung am 21. Juni 2016 einstimmig beschlossen hatte.

Nach inhaltlichen und redaktionellen Hinweisen, insbesondere zu den Erläuterungen der Berufspflichten im Rahmen der Durchführung gesetzlicher Abschlussprüfungen nach §§ 316 ff. HGB, bat der Vorstand die Geschäftsstelle um Überarbeitung der Erläuterungstexte. In einer Telefonkonferenz sollen die überarbeiteten Texte weiter beraten werden.

Ziele des Vorstandes für die Amtsperiode 2014 bis 2018 – Zwischenfazit

Nach einem Resümee der bisherigen Arbeit beauftragte der Vorstand die Geschäftsstelle mit der Vorbereitung einer Zielrevision. In den kommenden Kammerversammlungen soll über das Ergebnis berichtet werden.

Mitgliederbefragung 2016 und WPK 2020

Der Vorstand erörterte den Fragenkatalog für die Mitgliederbefragung 2016. Dem Vorstand war es wichtig sicherzustellen, dass das Ergebnis der Mitgliederbefragung eine gesicherte Grundlage für die Fortentwicklung des Projektes WPK 2020 sein kann.

Zukunft des WP-Berufes, Berufsbild und Reformierung des WP-Examens

Der Vorstand beschäftigte sich als Klausurthema ausführlich mit der Zukunft des Berufes und dem Berufsbild.

Im Zentrum der Erörterung stand die Frage, über welche Fähigkeiten und Kenntnisse ein WP zukünftig im Interesse bester Marktchancen, bei einem rückläufigen Prüfungsmarkt, im Kern verfügen muss. Davon ausgehend müssten die Inhalte des WP-Examens überdacht werden.

Nach übereinstimmender Auffassung müssen WP zukünftig über mehr IT-Wissen verfügen. Außerdem sieht der Vorstand Spezialisierungsbedarf im Bereich Digitalisierung und Bewertung. Einigkeit bestand auch darin, dass die uneingeschränkte Steuerberatungsbefugnis von WP aufgrund des WP-Examens durch eine etwaige Fortentwicklung des Examens nicht gefährdet werden soll.

Der Vorstand erörterte die Möglichkeiten, das WP-Examen zu modularisieren, um den Zugang zum Beruf und um den Beruf des WP noch interessanter zu machen. Die Professoren Dr. Ballwieser, Dr. Böcking und Dr. Gassen waren gebeten worden, ihre Ideen zu einer möglichen Reformierung/Modularisierung des WP-Examens aufzuzeigen. Sie nahmen an der Vorstandssitzung teil, berichteten über ihre Ideen und tauschten sich dazu mit den Vorstandsmitgliedern aus. Außerdem wurde erörtert, überholte Inhalte des Examens durch zukunftsrelevante Themen zu ersetzen und das WP-Examen zeitlich zu strecken.

Dem Vorstand ist es wichtig, die Vielseitigkeit des WP zu bewahren, durch die er sich von vielen seiner ausländischen Berufskollegen unterscheidet. Als Ergebnis seiner Beratung stellte der Vorstand einstimmig fest, dass mit etwaigen Veränderungen beim WP-Examen keine Einbuße seines Stellenwertes verbunden sein dürfe und dass das WP-Examen auch in Zukunft eine qualitätssichernde Hürde für den Berufszugang bleiben müsse.

Mit Blick auf die Einführung eines Syndikus-WP sieht der Vorstand Vor- und Nachteile. Einer breiteren Wahrnehmung des Berufsstandes, seiner Größe und der Nachwuchsgewinnung steht die Gefahr der Verwässerung des Prüferberufes gegenüber. Die Einführung des Syndikus-WP soll mit Blick auf zahlreiche weitreichende Folgefragen (zum Beispiel Versorgungswerk, eigene Berufsbezeichnung, Sicherung der beruflichen Qualifikation, parallele Tätigkeit als WP) weiter beraten werden.

Daneben erörterte der Vorstand nochmals die Schaffung eines Fortbildungsberufes zum Prüfungsfachwirt.

Anpassungen an das APAReG im Bereich der VOBA

Der Vorstand bestätigte die Überlegungen der Vorstandsabteilung Berufsaufsicht (VOBA) zu

  • den Kriterien für die Festlegung von Art und Höhe der Maßnahme
  • der Bekanntmachung von Maßnahmen
  • den Kriterien für die Verhängung von Maßnahmen von Berufsgesellschaften und
  • der Unterrichtung des Arbeitgebers.

Die Beratungsergebnisse werden mit der Abschlussprüferaufsichtsstelle (APAS) abgestimmt. Dann sollen die Kammermitglieder im WPK Magazin, Sonderheft 2016, zu den Gesetzes- und Satzungsänderungen auch über die Anpassungen in der Berufsaufsicht informiert werden.

uh/sw