WPK
1. November 2016

Bericht über die Vorstandssitzung der WPK am 26. Oktober 2016

Der Vorstand der WPK informiert regelmäßig und zeitnah über seine Tätigkeit. Im Folgenden sind Informationen zu den wichtigsten Beratungsergebnissen aus der Sitzung am 26. Oktober 2016 zusammengefasst.

Ergebnisse der WPK-Mitgliederbefragung 2016

Die WPK hat bei der im August und September 2016 von dem Meinungsforschungsunternehmen Mentefactum durchgeführten Mitgliederbefragung sehr gut abgeschnitten. Eine große Mehrheit der befragten Wirtschaftsprüfer und vereidigten Buchprüfer ist sehr zufrieden mit dem Service, den ihnen die WPK in der Hauptgeschäftsstelle und insbesondere in den Landesgeschäftsstellen bietet.

Die Mitglieder wünschen sich aber auch mehr Flexibilität, weniger Bürokratie und eine Orientierung auf Zukunftsthemen des Berufsstands. Einzelheiten der Ergebnisse werden im Internet und im WPK Magazin 4/2016 veröffentlicht.

Marktstrukturanalyse 2015

Der Vorstand hat die „Marktstrukturanalyse 2015 – Anbieterstruktur, Mandatsverteilungen, Abschlussprüferhonorare und Umsatzerlöse im Wirtschaftsprüfungsmarkt 2015“ der WPK beraten. Zu deren Veröffentlichung ist eine Pressemitteilung vorgesehen. Die Marktstrukturanalyse wird auch als Beilage zum WPK Magazin 4/2016 erscheinen.

Senkung der WPK-Beiträge

Im Rahmen des Wirtschaftsplans 2017 ist eine Beitragssenkung um ca. 9 % für die Mitglieder vorgesehen. Der Entwurf des Wirtschaftsplans 2017 wird dem Beirat zu seiner Sitzung am 2. Dezember 2016 zur Feststellung vorgelegt.

Gesetzgebungsvorhaben

Der Vorstand erörterte zahlreiche Gesetzgebungsvorhaben; hervorzuheben sind:

  • Das Zweite Gesetz zur Novellierung von Finanzmarktvorschriften aufgrund europäischer Rechtsakte (2. FiMaNoG) erweitert den Umfang bestimmter Prüfungen und somit auch den Tätigkeitsbereich für den Berufsstand. So wird insbesondere im Bereich des WpHG eine neue Vorbehaltsaufgabe für den Berufsstand WP/vBP eingeführt.
  • Die Verfahrensordnung für die Vergabe öffentlicher Liefer- und Dienstleistungsaufträge unterhalb der EU-Schwellenwerte (Unterschwellenvergabeordnung) überträgt die Regelungsansätze des neuen Oberschwellenvergaberechts auf die Vergabe öffentlicher Aufträge für Liefer- und Dienstleistungsaufträge unterhalb der EU-Schwellenwerte. Der Vorstand spricht sich dafür aus, dass für die Vergabe freiberuflicher Leistungen unterhalb der Schwellenwerte wie bisher (nur) das Haushaltsrecht maßgebend sein und diese daher insgesamt vom Anwendungsbereich der Unterschwellenvergabeordnung ausgenommen werden sollten.
  • Gemäß dem Gesetz zur Neuordnung der Aufgaben der Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung (FMSA-Neuordnungsgesetz – FMSANeuOG) sollen jetzt auch Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und genossenschaftliche Prüfungsverbände und Prüfungsstellen der Sparkassen- und Giroverbände zulässige Prüfer der Abzugsposten werden. Die Stellungnahme der Wirtschaftsprüferkammer begrüßt die Änderung, schränkt aber für die Prüfungsverbände und Prüfungsstellen ein, dass diese nur solche Institute prüfen sollen, die zu ihrem Mitgliederkreis gehören oder Sparkassen sind.

Arbeitstreffen beim Landesrechnungshof Mecklenburg-Vorpommern

Die WPK hat mit Vertretern des Landesrechnungshofes Mecklenburg-Vorpommern, der zahlreiche Prüfungsaufträge an den Berufsstand vergibt, des Innenministeriums von Mecklenburg-Vorpommern und des Berufsstandes die Anpassung des zugrundliegenden Grundwerks an neue berufsrechtliche Regelungen beraten. Die Gebührenerhöhung wird ab 2017 wirksam.

ti/en