WPK
1. Februar 2016

Bericht über die Vorstandssitzung der WPK am 25. Januar 2016 in Berlin

Der Vorstand der WPK informiert regelmäßig und zeitnah über seine Tätigkeit. Im Folgenden sind Informationen zu den wichtigsten Beratungsergebnissen aus der Sitzung am 25. Januar 2016 in Berlin zusammengefasst.

EU-Regelungen zur Abschlussprüfung

Überleitungsfragen zum APAReG

Bei der Überleitung von Personal und Inventar sowie von laufenden Verträgen von der WPK auf das BAFA verbleiben noch Fragen, die im Zusammenspiel von BMWi, BAFA und APAK zu lösen sind.

Die zurzeit von der APAK genutzten Räume in Berlin werden ab 17. Juni 2016 frei und sollen fremdvermietet werden.

Abschlussprüfungsreformgesetz (AReG)

Am 16. Dezember 2015 hat die Bundesregierung den Regierungsentwurf des AReG veröffentlicht.

Der Vorstand beschließt zum Regierungsentwurf eine Stellungnahme abzugeben, um die verbleibenden zentralen Forderungen der WPK nochmals zu adressieren. Es handelt sich um Anregungen

  • zu den Übergangsvorschriften zur Externen Rotation nach Art. 41 Abs. 3 AP-VO,
  • zu einer klaren Definition der Unternehmen von öffentlichem Interesse bei Zweigniederlassungen von Kreditinstituten oder Versicherungsunternehmen mit Sitz außerhalb der EU sowie
  • zur Öffnung der Prüfungsberichterstattung gemäß § 321 HGB im Sinne einer adressatenorientierten Berichterstattung. 

Die aus der Sicht der WPK noch zu klärenden Punkte sollen auch bei einem Fachgespräch mit Mitgliedern des Bundestages zur Sprache kommen.

Änderung der Berufssatzung

Die durch die EU angestoßenen Neuregelungen zur Abschlussprüfung machen es auch erforderlich die Berufssatzung zu ändern. Der Ausschuss „Berufsrecht“ (ASBR) hat einen Satzungsentwurf entwickelt und an Vertreter der Berufsverbände übermittelt.

Der Vorstand diskutiert die Notwendigkeit zur Durchführung einer Berichtskritik sowie mögliche Erleichterungen in diesem Bereich. Er schließt sich dem Vorschlag des ASBR an, eine Berichtskritik nur noch für gesetzliche Abschlussprüfungen vorzuschreiben und hier, wie bisher, die Möglichkeit zum Verzicht nach prüferischem Ermessen in geeigneten Fällen zuzulassen.

Vor dem Hintergrund, dass ein Qualitätssicherungssystem nach § 55b Abs. 2 WPO (neu) lediglich bei Durchführung gesetzlicher Abschlussprüfungen verpflichtend einzurichten ist, werden Abgrenzungsfragen zur Definition gesetzlicher Abschlussprüfungen nach § 316 HGB erörtert. Als Ergebnis wird vorläufig festgehalten, dass Abschlussprüfungen, die nach EU-Recht vorgeschrieben sind (Art. 2 Nr. 1a) AP-RL), gemeint und damit auch Prüfungen von Kreditinstituten und Versicherungsunternehmen sowie Gesellschaften nach § 264a Abs. 1 HGB betroffen sind. Das Thema soll in der nächsten ASBR-Sitzung am 27. Januar 2016 vertieft behandelt werden.

Änderungen der Satzung für Qualitätskontrolle

Der Beratungsstand des gemeinsamen Ausschusses von Vorstand und Kommission für Qualitätskontrolle „Satzung für Qualitätskontrolle“ zur Änderung der Satzung für Qualitätskontrolle wird erörtert. Der Vorstand berät insbesondere den zukünftigen Prüfungsansatz der Qualitätskontrolle.

In diesem Zusammenhang wird auf das Positionspapier des Vorstandes vom 31. März 2015 und die Beratungen im Beirat am 24. April 2015 verwiesen, in denen der „neue Reviewansatz“ in der Qualitätskontrolle ausdrücklich begrüßt wurde. Die Auftragsprüfung ist dabei nach den EU-Vorgaben zwingend beizubehalten. Insoweit wird auf die englische Version des Artikels 29 der Abschlussprüferrichtlinie (adequate testing of selected audit files) verwiesen. Es herrscht Einigkeit, dass die jeweilige erforderliche Prüfungssicherheit in den einzelnen Prüfungsfeldern durch den Prüfer für Qualitätskontrolle vom Zweck der Aufsicht beziehungsweise vom abzugebenden Prüfungsurteil her festgelegt werden muss, um die gesetzlich vorgeschriebene negativ formulierte Gesamtaussage treffen zu können. Der Prüfer für Qualitätskontrolle habe daher weder eine „hinreichende“ noch eine „gewisse“ Sicherheit zu gewährleisten, sondern eine „angemessene Sicherheit“. Dies würde auch Artikel 29 der Abschlussprüferrichtlinie entsprechen, der ebenfalls eine „angemessene Überprüfung“ verlangt. Wie diese angemessene Sicherheit in den einzelnen Prüfungsbereichen konkret erzielt wird, soll Gegenstand von fachlichen Regeln / Prüfungsstandards sein.

Stand der Beratungen zur Wiedereinführung der verkürzten Prüfung zum Wirtschaftsprüfer für vereidigte Buchprüfer

Der Ausschuss „Berufsexamen“ (ASBE) hat seine Beratungen unter Mitwirkung von vBP-Mitgliedern des Vorstandes am 15. Januar 2016 fortgeführt. Hierbei wurde das Positionspapier des Deutschen Buchprüferverbandes vom 9. Dezember 2015 ausführlich beraten und die Abweichungen vom bisherigen Beratungsstand des ASBE herausgearbeitet.

Der Vorstand wird den Beirat hierzu noch anhören.

WPK aktuell Kammerversammlungen

finden wie folgt im April 2016 statt:

  • Berlin, 6. April 2016, 14:30 bis 18:00 Uhr
  • München, 12. April 2016, 14:30 bis 18:00 Uhr
  • Stuttgart, 14. April 2016, 14:30 bis 18:00 Uhr
  • Düsseldorf, 19. April 2016, 14:30 bis 18:00 Uhr
  • Frankfurt am Main, 21. April 2016, 14:30 bis 18:00 Uhr
  • Hamburg, 28. April 2016, 13:30 bis 17:00 Uhr

WPK aktuell Livestream

ist für den 12. Mai 2016 vorgesehen.

Es wird über die Arbeit von Vorstand und Beirat der WPK berichtet. Darüber hinaus sind drei Fachvorträge zu den Änderungen in WPO und HGB nach dem APAReG und zu den Neufassungen von Berufssatzung und Satzung für Qualitätskontrolle geplant.

hu