Rechnungslegung
4. Februar 2014

IASB:
Interimsstandard zu regulatorischen Abgrenzungsposten veröffentlicht

Das International Accounting Standards Board (IASB) hat den Interims-Standard IFRS 14 Regulatory Deferral Accounts veröffentlicht, mit dem die Vergleichbarkeit von Abschlüssen solcher Unternehmen erhöht werden soll, die preisregulierte Absatzgeschäfte (rate-regulated activities) erbringen.

Derzeit finden sich in den IFRS keine Regelungen zur Bilanzierung von preisregulierten Absatzgeschäften. Die nationalen Rechnungslegungsregelungen einiger Staaten erlauben oder fordern die die Aktivierung beziehungsweise Abgrenzung von wirtschaftlichen Vorteilen, die aus preisregulierten Absatzgeschäften resultieren.

IFRS 14 gestattet es IFRS-Erstanwendern, preisregulierte Absatzgeschäfte weiterhin in Übereinstimmung mit ihren bisher angewendeten Rechnungslegungsvorschriften abzubilden. Jedoch sind in diesem Fall die Effekte aus der Aktivierung beziehungsweise Abgrenzung von wirtschaftlichen Vorteilen gesondert auszuweisen.

Durch diesen separaten Ausweis sollen die Abschlüsse mit den Abschlüssen von bereits nach IFRS bilanzierenden Unternehmen vergleichbar gemacht werden. Diese bilden keine regulatorischen Abgrenzungsposten.

Der Standard gilt solange als Zwischenlösung, bis sich das IASB im Rahmen des Projekts Rate Regulated Activities auf die Bilanzierung von regulatorischen Abgrenzungsposten geeinigt hat. Ein Diskussionspapier will das IASB noch in diesem Jahr veröffentlichen. Weitere Informationen sind auf der Internetseite des IASB verfügbar.

sp