Ausnahmegenehmigung

Ausnahmegenehmigung für eine unvereinbare Tätigkeit, § 43a Abs. 3 Satz 2 WPO

Ausnahmegenehmigung für eine unvereinbare Tätigkeit, § 43a Abs. 3 Satz 2 WPO

Mit der Durchführung gesetzlicher Abschlussprüfungen als Vorbehaltsaufgabe ist dem Berufsstand eine wichtige Aufgabe im öffentlichen Interesse übertragen. Das hierfür erforderliche Vertrauen in die Unabhängigkeit der Berufsangehörigen rechtfertigt verschiedene Inkompatibilitätsregelungen. So sind Wirtschaftsprüfern und vereidigten Buchprüfern gewerbliche Tätigkeiten, außerberufliche Anstellungsverhältnisse und Beamtenverhältnisse seit jeher verboten.

Wollte ein Berufsangehöriger eine solche verbotene Tätigkeit wahrnehmen, blieb ihm bisher nur die Beurlaubung. Während einer Beurlaubung darf ein Berufsangehöriger aber seine Berufsbezeichnung nicht führen und den Beruf nicht ausüben. Einzelheiten zur Beurlaubung können Sie dem Merkblatt entnehmen.

Seit dem 17. Juni 2016 kann die Wirtschaftsprüferkammer Berufsangehörigen auf Antrag genehmigen, eine unvereinbare Tätigkeit auszuüben, wenn diese

  1. einer originären Tätigkeiten nach § 43a Abs. 1 WPO oder einer mit dem Beruf vereinbaren Tätigkeit vergleichbar ist und
  2. durch die Tätigkeit das Vertrauen in die Einhaltung der Berufspflichten nicht gefährdet werden kann
    (§ 43a Abs. 3 Satz 2 WPO).

Das nachfolgend zur Verfügung stehende Merkblatt informiert über Einzelheiten.

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  • Merkblatt zur Ausnahmegenehmigung für eine unvereinbare Tätigkeit, § 43a Abs. 3 Satz 2 WPO (pdf 118 KB)


Ausnahmegenehmigung für die Tätigkeit als gesetzlicher Vertreter einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, § 28 Abs. 2, 3 WPO

Ausnahmegenehmigung für die Tätigkeit als gesetzlicher Vertreter einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, § 28 Abs. 2, 3 WPO

Wirtschaftsprüfungsgesellschaften (WPG) sind Organisationsformen für die Ausübung des Wirtschaftsprüferberufes. Wegen des breiten Aufgabenspektrums und der weitreichenden fachlichen Anforderungen der Mandanten aus verschiedensten Branchen dürfen neben Wirtschaftsprüfern (WP) und EU- oder EWR-Abschlussprüfern aber auch vereidigte Buchprüfer, Steuerberater und Rechtsanwälte ohne besondere Genehmigung gesetzliche Vertreter von WPG sein. In Deutschland gemäß § 2 Abs. 1 EuRAG niedergelassene europäische Rechtsanwälte sind Rechtsanwälten gleichgestellt.

Der Gesetzgeber hat aber gesehen, dass WPG verschiedentlich besondere Fachkräfte auch für Spezialaufgaben benötigen können (BT-Drs. 3/201, 52). Daher kann die Wirtschaftsprüferkammer (WPK)

  • besonders befähigten Personen (§ 28 Abs. 2 Satz 2 WPO)
  • Personen, die in einem Drittstaat als sachverständige Prüfer ermächtigt oder bestellt sind (§ 28 Abs. 3 Satz 1 WPO) und
  • Rechtsanwälten, Patentanwälten sowie Steuerberatern anderer Staaten (§ 28 Abs. 3 Satz 3 WPO)

genehmigen, neben WP gesetzliche Vertreter von WPG zu sein.

Das nachfolgend zur Verfügung stehende Merkblatt informiert über Einzelheiten.

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  • Merkblatt zur Ausnahmegenehmigung für die Tätigkeit als gesetzlicher Vertreter einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, § 28 Abs. 2, 3 WPO (pdf 121 KB)


Notgeschäftsführung/Sanierung

Notgeschäftsführung/Sanierung

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  • Merkblatt zur Notgeschäftsführung / Sanierung und Antrag auf Erteilung einer Ausnahmegenehmigung gemäß § 43a Abs. 3 Nr. 2 WPO (pdf 109 KB)


Ansprechpartner

Wenn Sie Fragen zu den oben genannten Thema haben, wenden Sie sich bitte an
Frau RAin Schwoy, Telefon +49 30 726161-236
Herrn RA Timmer, Telefon +49 30 726161-177
E-Mail berufsregister(at)wpk.de