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Erzeugerpreisindizes

Das Statistische Bundesamt entwickelt in Zusammenarbeit mit der EU Erzeugerpreisindizes für wichtige Dienstleistungsbereiche, darunter einen mit der Bezeichnung „Wirtschaftsprüfung“. Preisindizes dienen der Darstellung der Inflation und der Darstellung der preisbereinigten Wirtschaftsentwicklung von Volkswirtschaften. Diese Preisindizes werden auf europäischer Ebene harmonisiert und liefern länderweit vergleichbare Ergebnisse. Darüber hinaus kann der Preisindex „Wirtschaftsprüfung“ für Wirtschaftsprüfer und vereidigte Buchprüfer eine Informationsquelle zur Entwicklung der Preisstrukturen darstellen.

Einen ersten Bericht „Entwicklung von Erzeugerpreisindizes für Rechtsberatung, Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung“ hat das Statistische Bundesamt am 27. April 2005 vorgelegt. Er steht nachfolgend zum Herunterladen zur Verfügung.

Download

Bericht des Statistischen Bundesamtes (PDF 1,15MB)

Informationen zum Verfahren und Kontakt
 (die WPK berichtete im WPK Magazin 2/2004, S. 20)

Phase 1: Einmalige Befragung zur Ableitung eines Wägungsschemas (Warenkorb)

Mit der Befragung will das Statistische Bundesamt die Tätigkeitsgebiete eines Wirtschaftsprüfers und dessen Vergütungsmodalitäten ermitteln, um daraus das so genannte Wägungsschema (Warenkorb) für den künftigen Erzeugerpreisindex „Wirtschaftsprüfung“ zu erstellen. Das Statistische Bundesamt legt die Erhebung so an, dass aus den Ergebnissen der Phase 1 die Inhalte (Preisrepräsentanten) für die zukünftige Preisbeobachtung abgeleitet werden.

Die Befragung wurde beginnend Februar 2004 bei 370 Wirtschaftsprüfern durchgeführt, die mittels geschichteter Zufallsstichprobe ausgewählt worden waren. Unternehmen, die bereits an der Dienstleistungsstatistik teilnehmen, seien von dieser Erhebung ausgenommen. Von der Stichprobenerhebung ausgenommen seien auch Prüfungsgesellschaften mit mehr als zehn Millionen € Jahresumsatz, weil diese, aufgrund ihrer großen wirtschaftlichen Bedeutung, ausnahmslos zu befragen sind.

Phase 2: Regelmäßige Preiserhebung

Das Ergebnis von Phase 1 dient als Grundlage für die weitere laufende Preisbeobachtung. Es wird damit sichergestellt, so das Statistische Bundesamt, dass die Preiserhebung nur die relevanten Vergütungsmodalitäten des zu befragenden Unternehmens abdeckt und sich daraus ein geringer Erhebungsaufwand für den Einzelnen ergibt. Voraussichtlich jährlich werden die ausgewählten Unternehmen nach ihren spezifischen Stunden- bzw. Tagessätzen befragt. Diese Erhebung wurde erstmals ab Sommer 2004 durchgeführt.

Der Erzeugerpreisindex „Wirtschaftsprüfung“ wird berechnet auf der Grundlage der in Phase 1 festgestellten Wägungsanteile und den im Zeitverlauf gemessenen Preisveränderungen (Phase 2). Inwieweit die Ergebnisse eine Darstellung von Preisindizes nach Tätigkeitsgebieten zulassen, hängt nach Angaben des Statistischen Bundesamts von der Validität der erhobenen Daten ab. Die Einhaltung aller datenschutzrechtlichen Regelungen und aller Bestimmungen der Geheimhaltung bei der Erhebung ist sichergestellt.

Das Statistische Bundesamt dankt für die Unterstützung. Fragen und insbesondere Hinweise für mögliche Verbesserungen/Verfeinerungen der Untersuchungen, die die Belastung nicht unverhältnismäßig erhöhen, werden erbeten an:

Statistisches Bundesamt
V A 5 Dienstleistungspreise
D 65 180 Wiesbaden
Frau Susanne Lorenz
Telefon 06 11/ 75-3194
E-Mail: susanne.lorenz@destatis.de