Registrierungsverfahren

A. Voraussetzungen für die Registrierung als Prüfer für Qualitätskontrolle für...

I. WP/vBP

WP sind gemäß § 57 a Abs. 3 S. 2 WPO, vBP gemäß § 130 Abs. 3 i.V.m. § 57 a Abs. 3 S. 2 WPO auf Antrag zu registrieren, wenn sie

  1. seit mindestens drei Jahren als WP/vBP bestellt und dabei im Bereich der Abschlussprüfung tätig gewesen sind,
  2. über Kenntnisse in der Qualitätssicherung verfügen,
  3. in den letzten fünf Jahren nicht berufsgerichtlich wegen der Verletzung einer Pflicht nach § 43 Abs. 1 WPO verurteilt worden sind, die ihre Eignung als Prüfer für Qualitätskontrolle ausschließt.
  4. Nur bei WP/vBP in eigener Praxis:
    WP/vBP in eigener Praxis müssen zusätzlich über eine Teilnahmebescheinigung über die in der eigenen Praxis durchgeführte Qualitätskontrolle verfügen.

II. WPG/BPG

WPG sind gemäß § 57a Abs. 3 Satz 4 WPO, BPG gemäß § 130 Abs. 3 i.V.m. § 57a Abs. 3 Satz 4 WPO auf Antrag zu registrieren, wenn

  1. mindestens ein Vorstandsmitglied, Geschäftsführer, persönlich haftender Gesellschafter oder Partner als Prüfer für Qualitätskontrolle registriert worden ist und
  2. die Gesellschaft über eine wirksame Teilnahmebescheinigung über die durchgeführte eigene Qualitätskontrolle verfügt.

III. Prüfungsstellen von Sparkassen- und Giroverbänden

Prüfungsstellen von Sparkassen- und Giroverbänden sind gemäß § 57h Abs. 2 Satz 2 WPO auf Antrag nach § 57a Abs. 3 WPO als Prüfer für Qualitätskontrolle zu registrieren, wenn

  1. der Leiter der Prüfungsstelle nach § 57a Abs. 3 Satz 2 WPO als Prüfer für Qualitätskontrolle registriert ist und
  2. die Prüfungsstelle über eine wirksame Teilnahmebescheinigung über die durchgeführte eigene Qualitätskontrolle verfügt.

IV. Genossenschaftliche Prüfungsverbände

Ein genossenschaftlicher Prüfungsverband ist gemäß § 63f Abs. 2 Satz 1 GenG auf Antrag als Prüfer für Qualitätskontrolle zu registrieren, wenn

  1. ihm das Prüfungsrecht seit mindestens drei Jahren zusteht,
  2. mindestens ein Mitglied seines Vorstands oder ein besonderer Vertreter i.S.v. § 30 BGB ein WP ist, der als Prüfer für Qualitätskontrolle registriert ist und
  3. der Prüfungsverband über eine wirksame Teilnahmebescheinigung über die durchgeführte eigene Qualitätskontrolle verfügt.

B. Anträge und Nachweise

Eine Antragstellung ist formlos möglich. Ein Muster-Antragsschreiben, jeweils für WP/vBP und WPG/BPG, ist am Ende der Seite als RTF-Datei hinterlegt. Es kann wahlweise sofort online bearbeitet und auf dem eigenen Briefpapier ausgedruckt oder heruntergeladen und später bearbeitet werden. Prüfungsstellen bzw. -verbände können das Schreiben für WPG/BPG benutzen. Erforderliche Anpassungen sind bitte vorzunehmen.

Sollte der Antrag für eine Registrierung als Prüfer für Qualitätskontrolle gestellt werden, um die Registrierung einer Berufsgesellschaft (Prüfungsstelle oder -verband) als Prüfer für Qualitätskontrolle zu ermöglichen, wird um einen entsprechenden Hinweis in dem jeweiligen Antragsschreiben gebeten.

Bei Anträgen und Bestätigungsschreiben Dritter bitten wir darauf zu achten, dass erkennbar ist, wer den Antrag bzw. das Bestätigungsschreiben unterzeichnet. Gegebenenfalls sollte der Unterschrift des Unterzeichnenden ein Namenszusatz und die Berufsbezeichnung hinzugefügt werden. Dies dient ausschließlich dem Zweck, Rückfragen zu vermeiden.

I. Antragstellung durch WP/vBP

WP/vBP müssen mit dem Antrag folgende zwei Nachweise erbringen:

  1. Nachweis der Tätigkeit im Bereich der Abschlussprüfung

    Tätigkeit im Bereich der Abschlussprüfung umfasst alle Tätigkeiten eines WP/vBP, die im Zusammenhang mit der Durchführung einer Abschlussprüfung ausgeführt werden. Dazu gehören zum Beispiel auch die Facharbeit, die Prüfungs- und Berichtskritik sowie sonstige mit der Abschlussprüfung zusammenhängende Tätigkeiten (§ 1 Satzung für Qualitätskontrolle).

    Nachweis: Grundsätzlich soll ein Dritter eine Bestätigung über die Tätigkeit im Bereich der Abschlussprüfung abgeben. Dies kann z.B. der Arbeitgeber, ein Sozius oder Partner, Mitgesellschafter/-geschäftsführer sein. Eine solche Drittbescheinigung vermeidet i.d.R. Rückfragen.

    Für den Fall, dass über die Tätigkeit im Bereich der Abschlussprüfung kein Dritter eine Bestätigung abgeben kann, soll eine eigene Versicherung über die Tätigkeit im Bereich der Abschlussprüfung abgegeben werden. Dies ist zum Beispiel bei Berufsangehörigen der Fall, die ausschließlich in eigener Praxis oder als Alleingesellschafter/-geschäftsführer in einer Berufsgesellschaft tätig sind.

  2. Nachweis der Kenntnisse in der Qualitätssicherung

    Kenntnisse in der Qualitätssicherung umfassen die Kenntnisse der Grundsätze der internen Qualitätssicherung sowie der Grundsätze für eine ordnungsgemäße Durchführung der Qualitätskontrolle (§ 2 Abs. 1 Satz 1 Satzung für Qualitätskontrolle).

    Der Nachweis kann erbracht werden

    • durch Vorlage einer Teilnahmebescheinigung an einem Schulungskurs i.S.v. § 2 Abs. 2 Satzung für Qualitätskontrolle, die nicht älter als drei Jahre sein soll, oder
    • anderweitig in geeigneter Form.

    Die Wirtschaftsprüferkammer kann nach § 2 Abs. 3 Satzung für Qualitätskontrolle Veranstaltern von Schulungskursen auf Antrag bestätigen, dass der von Ihnen angebotene Schulungskurs den Voraussetzungen der Satzung für Qualitätskontrolle entspricht.

    Hat ein WP/vBP keinen Schulungskurs besucht und will er seine Kenntnisse in der Qualitätssicherung in anderweitiger Form nachweisen, soll aus den Nachweisen erkennbar sein, dass sich der Antragsteller – entsprechend der in § 2 Abs. 2 Nr. 1 bis 5 Satzung für Qualitätskontrolle genannten Inhalte – umfassende Kenntnisse in der Qualitätssicherung im Sinne von § 2 Abs. 1 Satzung für Qualitätskontrolle angeeignet und diese auch in der Praxis umgesetzt hat.

II. Antragstellung durch WPG/BPG

WPG/BPG brauchen keine Nachweise zu erbringen. Es reicht aus, wenn das Vorstandsmitglied, der Geschäftsführer, der persönlich haftender Gesellschafter, der Partner der WPG/BPG bezeichnet wird, der als Prüfer für Qualitätskontrolle registriert worden ist.

Ist noch keiner der zuvor genannten Berufsangehörigen als Prüfer für Qualitätskontrolle registriert worden, kann der persönliche Antrag gleichzeitig mit dem Antrag der Berufsgesellschaft gestellt werden. In diesem Fall wird um einen dementsprechenden Hinweis in den Anträgen gebeten.

III. Antragstellung durch Prüfungsstellen von Sparkassen- und Giroverbänden

Hier verhält es sich wie bei den WPG/BPG, wobei der Leiter der Prüfungsstelle, der als Prüfer für Qualitätskontrolle registriert worden ist, bezeichnet werden soll.

IV. Antragstellung durch genossenschaftliche Prüfungsverbände

Genossenschaftliche Prüfungsverbände sollen das Vorstandsmitglied bzw. den besonderen Vertreter nach § 30 BGB bezeichnen, der als Prüfer für Qualitätskontrolle registriert ist, und Ihrem Antrag geeignete Nachweise beifügen über

  • das dem Prüfungsverband länger als drei Jahren zustehende Prüfungsrecht nach § 63 GenG (durch Urkunden über die Verleihung des Prüfungsrechtes),
  • ggf. hinsichtlich der Bestellung als Vorstand oder besonderer Vertreter nach § 30 BGB (dies hängt davon ab, ob dem Berufsregister diese Angaben ordnungsgemäß gemeldet worden sind).

C. Ansprechpartner für Ihre Fragen

Ansprechpartner für Ihre Fragen:
Susann Hampel, Tel. 030 / 72 61 61-317, E-Mail susann.hampel(at)wpk.de
Sebastian Mecchia, Telefon 030 / 72 61 61-303, E-Mail sebastian.mecchia(at)wpk.de

Downloads

  • Musterantrag für WP/vBP (RTF 10 KB)

  • Musterantrag für WPG/BPG (RTF 10 KB)