Ausnahmegenehmigung für die Tätigkeit als gesetzlicher Vertreter einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, § 28 Abs. 2, 3 WPO

Wirtschaftsprüfungsgesellschaften (WPG) sind Organisationsformen für die Ausübung des Wirtschaftsprüferberufes. Wegen des breiten Aufgabenspektrums und der weitreichenden fachlichen Anforderungen der Mandanten aus verschiedensten Branchen dürfen neben Wirtschaftsprüfern (WP) und EU- oder EWR-Abschlussprüfern aber auch vereidigte Buchprüfer, Steuerberater und Rechtsanwälte ohne besondere Genehmigung gesetzliche Vertreter von WPG sein. In Deutschland gemäß § 2 Abs. 1 EuRAG niedergelassene europäische Rechtsanwälte sind Rechtsanwälten gleichgestellt.

Der Gesetzgeber hat aber gesehen, dass WPG verschiedentlich besondere Fachkräfte auch für Spezialaufgaben benötigen können (BT-Drs. 3/201, 52). Daher kann die Wirtschaftsprüferkammer (WPK)

  • besonders befähigten Personen (§ 28 Abs. 2 Satz 2 WPO)
  • Personen, die in einem Drittstaat als sachverständige Prüfer ermächtigt oder bestellt sind (§ 28 Abs. 3 Satz 1 WPO) und
  • Rechtsanwälten, Patentanwälten sowie Steuerberatern anderer Staaten (§ 28 Abs. 3 Satz 3 WPO)

genehmigen, neben WP gesetzliche Vertreter von WPG zu sein.

Das nachfolgend zur Verfügung stehende Merkblatt informiert über Einzelheiten.

Downloads

  • Merkblatt zur Ausnahmegenehmigung für die Tätigkeit als gesetzlicher Vertreter einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, § 28 Abs. 2, 3 WPO (PDF 121 KB)

Ansprechpartner

Wenn Sie Fragen zur Ausnahmegenehmigung haben, wenden Sie sich bitte an
Frau RAin Schwoy, Telefon 030 726161-236
Herr RA Timmer, Telefon 030 726161-177
E-Mail berufsregister(at)wpk.de