WPK
12. Mai 2017

Qualitätskontrolle 2016:
Erste Erfahrungen zum geänderten Qualitätskontrollverfahren liegen vor

2016 war von Änderungen des Qualitätskontrollverfahrens durch das Abschlussprüferaufsichtsreformgesetz (APAReG) gekennzeichnet. Die Satzung für Qualitätskontrolle (SaQK) wurde neu gefasst; neue Regelungsbereiche waren aufzunehmen. Die Kommission für Qualitätskontrolle kann nunmehr an Qualitätskontrollen vor Ort teilnehmen. Neu geschaffen wurde auch eine Aufsicht der Kommission für Qualitätskontrolle über die Prüfer für Qualitätskontrolle. Die Änderungen der WPO machen es auch erforderlich, Regelungen der Qualitätssicherungssysteme der Praxen anzupassen.

Dem Tätigkeitsbericht der Kommission für Qualitätskontrolle für das Jahr 2016 ist zu entnehmen, dass Ende 2016 3.699 Praxen zur Durchführung von gesetzlichen Abschlussprüfungen befugt waren (2015: 3.762). In diesen Praxen waren am Jahresende rund 70 % der Wirtschaftsprüfer und 21 % der vereidigten Buchprüfer tätig.

Die Kommission für Qualitätskontrolle wertete 402 Qualitätskontrollberichte (2015: 403) aus. In 149 Fällen wurden Mängel des Qualitätssicherungssystems festgestellt, wobei lediglich bei 34 Praxen (8 %, Vorjahr: 14 %) Auflagen und/oder Sonderprüfungen zur Mängelbeseitigung beschlossen werden mussten. In den übrigen Fällen wurden die Mängel während oder unmittelbar nach den Kontrollen abgestellt. Der Schwerpunkt der festgestellten Mängel lag unverändert im Bereich der Auftragsabwicklung in der Anwendung des risikoorientierten Prüfungsansatzes.

Die WPK hat in 2016 insgesamt sechs Fortbildungsveranstaltungen für Prüfer für Qualitätskontrolle durchgeführt. 2017 wird die Kommission für Qualitätskontrolle auch Ausbildungsveranstaltungen für Wirtschaftsprüfer und vereidigte Buchprüfer vor einer Registrierung als Prüfer für Qualitätskontrolle anbieten.

Der Bericht steht nachfolgend zur Verfügung.

cl