Rechnungslegung
19. April 2017

Entgelttransparenzgesetz vom Bundestag beschlossen

Am 30. März 2017 beschoss der Deutsche Bundestag das Gesetz zur Schaffung von mehr Lohngerechtigkeit zwischen Männern und Frauen (sogenanntes „Entgelttransparenzgesetz“). Damit soll der Rechtsrahmen für eine umfassende Durchsetzung von Entgeltgleichheit im Sinne „gleicher Lohn für gleiche oder gleichwertige Arbeit“ zwischen Männern und Frauen verbessert werden.

Das Gesetz verpflichtet lageberichtspflichtige Kapitalgesellschaften mit mehr als 500 Beschäftigten, künftig regelmäßig über Maßnahmen zur Gleichstellung und zur Entgeltgleichheit im Unternehmen zu berichten (sogenannter „Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit“). Dieser Bericht ist dem Lagebericht als Anlage beizufügen und im Bundesanzeiger zu veröffentlichen. Weder eine inhaltliche noch eine formale Prüfung durch den Abschlussprüfer ist vorgesehen.

Weitere Kernpunkte des Gesetzes sind:

  • Betriebe mit mehr als 200 Beschäftigten müssen einen individuellen Auskunftsanspruch für die Beschäftigten einführen.
  • Private Arbeitgeber mit mehr als 500 Beschäftigten haben betriebliche Verfahren zur Überprüfung und Herstellung von Entgeltgleichheit durchzuführen.

Sofern der Bundesrat keinen Einspruch gegen die beschlossene Gesetzesfassung einlegt, dürfte das Gesetz noch vor dem Sommer in Kraft treten, so dass der Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit erstmals im Jahr 2018 zu erstellen wäre.

Der Regierungsentwurf kann auf der Internetseite des Bundestages als PDF abgerufen werden.

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