Sonstiges
14. Juli 2017

Europäische Kommission:
Zusammenfassung der Rückmeldungen zur ESA-Konsultation

Am 20. Juni 2017 veröffentlichte die Europäische Kommission eine Zusammenfassung der Rückmeldungen zur Konsultation über die Arbeitsweise der drei europäischen Finanzaufsichtsbehörden EBA, EIOPA und ESMA (zusammen European Supervisory Authorities - ESA).

Auch die WPK hat sich mit Stellungnahme vom 16. Mai 2017 an der Konsultation beteiligt und sich insbesondere gegen die Überlegungen zur Integration der Europäischen Aufsichtsstellen für Abschlussprüfer (Committee of European Auditing Oversight Bodies, CEAOB) in die ESMA geäußert. Zunächst sollte dem CEAOB eine angemessene Zeit für die Konsolidierung zugestanden werden, da es erst vor gut einem Jahr gegründet wurde. Diese Auffassung wurde von nahezu allen Teilnehmern der Konsultation geteilt.

Mit der Konsultation sollte etwaiger Änderungsbedarf an den bestehenden Aufgaben, Befugnissen und Governance-Systemen der ESA identifiziert werden, um die Wirksamkeit der Aufsichten zu erhöhen.

227 Einrichtungen nahmen an der Umfrage teil, darunter Versicherungen (25%), Banken (23%) und Investmenthäuser (20%) mit Sitz in Belgien (18%), Deutschland (18%), dem Vereinigten Königreich (11%) und Frankreich (10%).

Mehrheitlich wird kein Grund für eine Veränderung der derzeitigen Prozesse gesehen. Insbesondere sollten die Entwicklung und die Durchsetzung von Rechnungslegungsstandards weiterhin voneinander getrennt bleiben, um Interessenskonflikte zu vermeiden. Auch für eine weitere Vereinheitlichung der Überwachung der Finanzberichterstattung wird mehrheitlich kein Bedarf gesehen.

Für einen größeren Einfluss der Regulatoren plädieren hingegen ESMA und EBA.

Die WPK wies ferner darauf hin, dass keine materiellen Unzulänglichkeiten am derzeitigen europäischen System der Aufsicht und des Enforcements im Bereich der Finanzberichterstattung bekannt sind und neue Reformüberlegungen zum gegenwärtigen Zeitpunkt verfrüht erscheinen, da der europäische Berufsstand mit den Auswirkungen der erst zum 16. Juni 2016 in Kraft getretenen EU-Abschlussprüferreform einige Jahre beschäftigt sein wird. Die Mehrheit der an der Konsultation teilnehmenden Einrichtungen teilt auch diese Auffassung.

Die Zusammenfassung ist auf der Internetseite der Europäischen Kommission (PDF) verfügbar.

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