WPK
10. September 2014

Pressemitteilung:
Julia Klöckner zur Bedeutung des Wirtschaftsprüferberufs und der Kammern der Freien Berufe

„Selbstverwaltung der Kammern leistet einen maßgeblichen Beitrag zur Ordnung des Wirtschaftslebens und ist volkswirtschaftlich von großer Bedeutung“, betonte die Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz, Julia Klöckner, auf dem Jahresempfang der Wirtschaftsprüferkammer am 8. September 2014 in Mainz. Die Kammern würden den Staat in vielen Aufgabenbereichen wirksam entlasten. Aufgrund der bei ihnen verfügbaren Spezialkenntnisse seien sie unverzichtbare Ansprechpartner für die Politik und die Verwaltung.

Julia Klöckner, Ehrengast des Jahrestreffens, betonte des Weiteren, dass der Berufsstand der Wirtschaftsprüfer einheitlich erhalten bleiben müsse. Die Zugehörigkeit zu den Freien Berufen diene nicht dazu, Partikularinteressen zu sichern, sondern die Qualität der Abschlussprüfung aufrechtzuerhalten. Sachkundiges und gründliches Prüfen könne helfen, Krisen in Unternehmen vermeiden. Eine Absenkung des Qualitätsniveaus hätte nachteilige Folgen für die gesamte Volkswirtschaft.

Zur Sicherung der Qualität sei auch eine angemessene Vergütung notwendig. Dumpingpreise für Abschlussprüfungen, mit denen Wettbewerber aus dem Markt gedrängt werden sollen, könnten die Qualität der Abschlussprüfung beeinträchtigen – mit fatalen Folgen für Staat, Wirtschaft und Gesellschaft. Wirtschaftsprüfer müssten objektiv und unabhängig bleiben. Sie nähmen eine „amtsähnliche Funktion“ wahr. Angemessene Gebühren trügen zur Stärkung der Unabhängigkeit bei. Schließlich mahnte Klöckner, ein besonderes Augenmerk auf die Gewinnung qualifizierten Nachwuchses zu legen. Dem Nachwuchs müsse eine interessante Zukunftsperspektive geboten werden. Auch hier komme der Grundsatz „Qualität hat ihren Preis“ zum Tragen.

Professor Dr. Marcus Scholz, Landespräsident der Wirtschaftsprüferkammer in Rheinland-Pfalz, dankte Frau Klöckner für ihre Ausführungen, mit denen sie die wichtigsten aktuellen Probleme des Berufsstandes sachkundig angesprochen hätte. Er führte aus, dass für den Berufstand ein gewisses Maß an Regulierung notwendig sei, warnte aber angesichts des Beispiels des Erneuerbare-Energien-Gesetzes vor Überregulierungen.

In der Diskussion waren sich die Gäste der Ministerialverwaltung, Justiz und Wirtschaft sowie der Kammern einig, dass die von den Kammern getragene Selbstverwaltung insbesondere in den Bereichen Berufsaufsicht und Qualitätssicherung ein wichtiges Element der deutschen Wirtschaftsverfassung bilde, das vor den anhaltenden Versuchen der EU-Kommission, die Selbstverwaltung einzuschränken, energisch verteidigt werden müsse.

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