Am 15. November 2011 feierte die Wirtschaftsprüferkammer mit einem Festakt im Deutschen Historischen Museum in Berlin ihr 50-jähriges Jubiläum (dazu bereits „Neu auf WPK.de“ vom 15. November 2011).
Nach dem Empfang durch Präsident Michael Gschrei, Vizepräsidentin Corinna Ahrendt und Vizepräsident Gerhard Albrecht sowie Beiratsvorsitzer Dr. Johannes von Waldthausen in dem nach seinem Architekten Ieoh Ming Pei benannten Neubau des Deutschen Historischen Museums, fand die Festveranstaltung im historischen Schlüterhof des ehemaligen Zeughauses statt.
Die Wirtschaftsprüferkammer begrüßte rund 500 Gäste aus Wirtschaft und Wissenschaft, der Politik sowie von den Kammern und Verbänden, darunter auch rund 100 Mitglieder der Wirtschaftsprüferkammer, die der Einladung ebenfalls gefolgt waren.
In seiner Begrüßungsansprache warf Präsident Michael Gschrei einen Blick zurück auf die Ausgangssituation im Gründungsjahr 1961 und hob als Leitmotiv der Geschichte der Wirtschaftsprüferkammer die zentrale Bedeutung der beruflichen Selbstverwaltung des Freien Berufs der Wirtschaftsprüfer und vereidigten Buchprüfer in einer Körperschaft des öffentlichen Rechts hervor.
Der Text der Begrüßungsansprache des Präsidenten steht nachfolgend zur Verfügung.
Nach der Begrüßung durch Michael Gschrei richteten Dr. Bernhard Heitzer, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi), Göran Tidström, Präsident des Weltberufsverbandes der Abschlussprüfer (International Federation of Accountants – IFAC) sowie Dr. h.c. Wolfgang Spindler, Vorsitzender der Abschlussprüferaufsichtskommission (APAK), Grußworte an die Zuhörer.
Göran Tidström hob die Bedeutung des deutschen Wirtschaftsprüferberufs sowie die verlässliche Rolle der Wirtschaftsprüferkammer als langjähriges Mitglied der IFAC in der Arbeit der internationalen der Gremien des Prüferberufs hervor.
Dr. Bernhard Heitzer und Dr. h.c. Wolfgang Spindler würdigten die Wirtschaftsprüferkammer in der Erfüllung ihres gesetzlichen Auftrages in den vergangenen 50 Jahren, dies gerade im Zusammenspiel mit der seit 1961 bestehenden Rechtsaufsicht durch das BMWi und der öffentlichen fachbezogenen Aufsicht durch die APAK seit 2005. Mit der Aufsicht durch die APAK wurde bei Wirtschaftsprüfern und vereidigten Buchprüfern wie bei keinem anderen Freien Beruf in Deutschland die Selbstverwaltung modifiziert und dadurch die Transparenz und Mitwirkung der Öffentlichkeit sichergestellt.
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| Dr. h.c. Wolfgang Spindler |
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Die Festrede des Abends hielt Klaus-Peter Müller, Vorsitzender der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance-Kodex. Darin führte er zur Entwicklung des Deutschen Corporate Governance-Kodex aus und würdigte die Rolle des Wirtschaftsprüferberufs als ein wesentlicher Baustein des Wirtschaftssystems. Darüber hinaus ging Klaus-Peter Müller aus Sicht des Finanzwesens und der Wirtschaft auf die von EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier geplanten tiefen Einschnitte in die Rahmenbedingungen der Berufsausübung von Abschlussprüfern sowie in die Struktur des Prüfermarkts in Europa ein.
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Anlässlich der Jubiläumsfeier wurde die Jubiläumsschrift 50 Jahre Wirtschaftsprüferkammer – Berufliche Selbstverwaltung im öffentlichen Interesse veröffentlicht. Darin werden die historischen Entwicklungen seit Inkrafttreten der Wirtschaftsprüferordnung (WPO) am
1. November 1961 nachgezeichnet. Diese Publikation steht ebenfalls nachfolgend zur Verfügung. Als Buch kann sie unter der Rubrik "Publikationen" kostenlos bei der Wirtschaftsprüferkammer angefordert werden. |