Das IFAC Ethics Committee
hat in seiner Sitzung am 13./14. Juni 2005
in Rom die umfassende Überarbeitung
des Code of Ethics verabschiedet. Die Neufassung
folgt erstmals umfassend einem prinzipienbasierten
Ansatz. Dieser Ansatz war bisher nur im
Zusammenhang mit den Unabhängigkeitsregeln
verwendet worden. Daneben wurde auch der
Entwurf einer neuen Netzwerkdefinition beschlossen.
Im neuen Code of Ethics werden fünf
fundamentale Berufspflichten definiert:
Integrität, Objektivität, fachliche
Kompetenz und Sorgfalt, Verschwiegenheitspflicht
sowie berufswürdiges Verhalten. Dem
konzeptionellen Rahmen des Codes entsprechend
sind Berufsangehörige verpflichtet,
alle Umstände zu identifizieren, die
eine Gefahr für die Einhaltung dieser
Prinzipien darstellen. Soweit Gefahren bestehen,
müssen Maßnahmen getroffen werden,
um die Prinzipien zu wahren.
Richard George, Vorsitzender des IFAC Ethics
Committee, erklärt: „Der überarbeitete
Code schützt die Interessen der Öffentlichkeit,
indem er zunächst alle Berufsangehörigen
dazu anhält, sich solcher Situationen
bewusst zu werden, die ihre fundamentalen
Berufspflichten berühren könnten,
um anschließend Maßnahmen zum
Schutz ihrer Berufspflichten zu ergreifen.“
Der neue Code tritt zum 30. Juni 2006 in
Kraft. Eine frühere Anwendung ist jedoch
möglich und wird von IFAC auch angeregt.
Der vollständige Text kann kostenlos
von der Internetseite
der IFAC geladen werden.
Die Wirtschaftsprüferkammer wird eine
Übersetzung des Codes erarbeiten und
sich im Weiteren mit der Transformation
in nationale Regelungen befassen.
In seiner Sitzung hat das IFAC Ethics Committee
weitere Änderungen des Codes beschlossen.
So wurde der Entwurf einer neuen Definition
für „Netzwerk“ veröffentlicht.
Der Entwurf kann von der Internetseite
der IFAC geladen werden. Die Frist zur
Stellungnahme endet am 30. September 2005. |